Migrationshintergrund führt in Bremen zu Nachteilen im Job

  • Arbeitnehmer mit ausländischen Eltern laut Umfrage benachteiligt
  • Häufigere Befristungen, geringere Aufstiegschancen, schlechtere Arbeitszeiten
  • Arbeitnehmerkammer appelliert an Unternehmen
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Menschen mit Migrationshintergrund haben oft mit schlechteren Arbeitsbedingungen zu kämpfen. Bild: DPA | Sophia Kembowski

Im Land Bremen haben Arbeitnehmer mit ausländischen Wurzeln im Schnitt schlechtere Arbeitsbedingungen als andere Beschäftigte. Das hat eine repräsentative Umfrage der Bremer Arbeitnehmerkammer ergeben. Befragte mit Migrationshintergrund sind demnach öfter als der Durchschnitt befristet oder als Leiharbeiter beschäftigt. Außerdem sind sie häufiger überqualifiziert für ihren Job. Darüber hinaus sind ihre Aufstiegschancen schlechter.

Ein Viertel aller Arbeitnehmer betroffen

Weitere Ergebnisse der Umfrage: Wer im Land Bremen ausländische Wurzeln hat, ist häufiger körperlichen Belastungen ausgesetzt und stärker von schlecht planbaren Arbeitszeiten betroffen.

Die Arbeitnehmerkammer fordert die Firmen in Bremen und Bremerhaven deshalb auf, in Zukunft besser auf gleiche Chancen für jeden Beschäftigten zu achten. Denn der Studie zufolge hat mehr als ein Viertel aller Arbeitnehmer im Land Bremen einen Migrationshintergrund. Darunter fallen Beschäftigte, wenn sie selbst oder mindestens ein Elternteil bei der Geburt keinen deutschen Pass hatten.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 14. September 2018, 14 Uhr