Mehr Bremerinnen und Bremer haben wegen Corona Angst um ihren Job

  • Mehr Beschäftigte als sonst haben sich bei der Arbeitnehmerkammer beraten lassen.
  • Das geht aus der Bilanz für 2020 hervor.
  • Gehaltsauszahlung ist eines der wichtigsten Themen bei der Beratung.
Zu sehen ist das Gebäude der Arbeitnehmerkammer Bremen.
Gut zu tun hatte die Arbeitnehmerkammer Bremen durch die Corona-Krise. Der Beratungsbedarf war hoch. Bild: Radio Bremen

Die Pandemie hat die Beratungstätigkeit der Arbeitnehmerkammer ordentlich befeuert. Über 100.000 Menschen haben sich 2020 mit Rechts- und Steuerfragen an die Kammer gewandt – so viele wie noch nie in einem Jahr.

Immer mehr Beschäftigte in Bremen und Bremerhaven klagen jetzt darüber, dass Arbeitgeber mit Entlassung drohen oder den Arbeitsvertrag aufheben wollen. Der Hauptgeschäftsführer der Kammer, Ingo Schierenbeck, forderte, dass von den Förderprogrammen für die Unternehmen auch etwas bei den Beschäftigten ankommen müsse. Diese dürften nicht die ersten sein, die in der Krise eingespart würden.
Top-Thema bei den Beratungen sind aber auch weiterhin Probleme bei der Vergütung der Arbeit. Beim ersten Lockdown im vergangenen Frühjahr wurden viele Gehälter gar nicht oder verspätet ausgezahlt, berichtet die Rechtsberatung.

Die Krise hat sich auch auf die Löhne ausgewirkt, rechnet die Kammer vor. Sie gingen in Bremen und Bremerhaven durchschnittlich um fast fünf Prozent zurück. Besonders betroffen mit einem Minus von fast 15 Prozent waren Menschen, die ohnehin wenig verdienen. Fach- und Führungskräfte kamen glimpflich davon. Sie hatten nur Einbußen von knapp drei Prozent.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Die Rundschau am Mittag, 8. Januar 2021, 12 Uhr