Nach dem Aus für die "Seute Deern": Anwältin zeigt Museumsleitung an

  • Anwältin zeigt Leitung des Deutschen Schifffahrtsmuseum in Bremerhaven an
  • Der Vorwurf: Die Museumsflotte ist durch Nichts-Tun beschädigt worden
  • Museumsleitung will sich nicht äußern
Die "Seute Deern" liegt im Museumshafen. Dahinter ist das Schifffahrtsmuseum zu erkennen.
Die marode "Seute Deern" liegt direkt vor dem Deutschen Schifffahrtsmuseum. Auch am Mittwoch wurde ordentlich Wasser aus dem Wrack gepumpt.

Eine Anwältin aus Hagen im Bremischen hat Strafanzeige gegen die Leitung des Deutschen Schifffahrtsmuseum gestellt. Sie wirft dem Schifffahrtsmuseum vor, den Museumshafen und die Museumsflotte durch Nichts-Tun beschädigt zu haben. Der Bremerhavener Oberstaatsanwalt hat den Eingang der Anzeige bestätigt, will sich aber aktuell nicht weiter zu dem Fall äußern.

"Gemeinschädliche Sachbeschädigung durch Unterlassung" ist der genaue Vorwurf, den Anwältin Karla Mombeck gegen die Museumsleitung erhebt. Sie sagt, dass das Museum seine Pflicht, die denkmalgeschützten Schiffe und Kräne zu pflegen, nicht wahrgenommen habe. So hätte sich die aktuelle, aber auch die frühere Leitung des Schifffahrtsmuseums darum bemühen müssen, Gelder für die Instandhaltung zu sammeln.

Staatsanwaltschaft prüft Vorwürfe

Die Staatsanwaltschaft Bremerhaven muss nun prüfen, ob der Tatbestand vorliegt und ein Strafverfahren eingeleitet wird. Wie lange das dauert, ist nicht klar. Das Schifffahrtsmuseum will die Vorwürfe aktuell nicht kommentieren und die Entscheidung der Staatsanwaltschaft abwarten.

Rückblick Oktober: "Seute Deern" hat keine Zukunft

Der Schlauch einer Pumpe auf der Seute Deern

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 6. November 2019, 18 Uhr