Anbaden im Unisee: Verrückt oder einfach nur abgehärtet?

Etliche Badeverrückte haben am  Bremer Unisee einen kalten Start ins neue Jahr gewagt – bei 7 Grad Wasser- und Lufttemperatur. Organisiert hat das Ganze der Lilienthaler Sportverein Octagon, und das schon zum neunten Mal.

"Es war schon ein bisschen kalt", sagte Jürgen Manteufel vom Sportverein Octagon. Drei bis fünf Minuten könne man es im Wasser aushalten. Nur wenn jemand nach dem Schwimmen zu lange in der Kälte stehe, laufe er Gefahr, sich zu erkälten. "Aber heute ist ja moderates Wetter", sagte Jürgen Manteufel mit einem Augenzwinkern.

Aber wie kommt man auf so eine Idee? "Ich habe vor ein paar Jahren mal eine Zusage gemacht, dass ich das machen werde", sagte Manteufel. "Und dummerweise kommen hier 30 bis 40 Leute und machen tatsächlich mit. Also muss ich ja zu meinem Wort stehen."

Und Manteufel hat noch mehr Leidensgenossen: Auch auf Norderney stürzten sich beim 19. traditionellen Anbaden mehrere hundert Menschen in die Nordsee. Einige von ihnen hatten sich dafür extra verkleidet. Zahlreiche Schaulustige sahen am Strand bei dem Spektakel zu. In Büsum und in Butjadingen wagten Schwimmer ebenfalls den Sprung ins kühle Meer.

Dieses Thema im Programm: Bremen Vier, Läuft, 1. Januar 2018, 13:10 Uhr