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Corona-Wirrwarr: Diese Regeln gelten in Bremen und Niedersachsen

Der Bremer Senat lockert die Corona-Regeln weiter. Doch im niedersächsischen Umland gibt es einige Unterschiede.

Ein Polizist geht durchs Bremer Viertel
Im Bremer Viertel achten Polizisten verstärkt auf die Einhaltung der Corona-Regeln. Bild: DPA | Michael Bahlo

Nach drei Monaten Corona-Krise werden in vielen Bereichen des Alltags die Regeln zur Eindämmung der Pandemie weiter gelockert. Aktuell hat der Bremer Senat entschieden, dass sich wieder bis zu zehn Menschen ohne Mindestabstand treffen dürfen – auch mit Blick aufs Nachbarbundesland Niedersachsen. Denn es ist nicht immer einfach, den Überblick darüber zu behalten, was wo erlaubt ist und was nicht.

So strömten im April beispielsweise viele Hobby-Handwerker aus dem Umland in Bremer Baumärkte. Diese waren – im Gegensatz zu niedersächsischen Baumärkten – unter Auflagen geöffnet. Die Gastronomie hingegen durfte in Niedersachsen bereits ab dem 11. Mai wieder öffnen. Bremen folgte mit dieser Lockerung erst eine Woche später.

Auf einen Blick: Der Vergleich zwischen Bremen und Niedersachsen

Land BremenNiedersachsen
BreitensportIn Bremen dürfen bis zu 200 Zuschauer bei Sportveranstaltungen dabei sein. Kontaktsport darf mit bis zu zehn Personen wieder stattfinden.Bei Veranstaltungen im Amateursport dürfen bis zu 250 Personen zuschauen. Auch Vereinszusammenkünfte wie Mitgliederversammlungen sind wieder erlaubt.
Clubs und DiskothekenClubs, Diskotheken und Shisha-Bars im Land Bremen müssen noch geschlossen bleiben.Clubs und Diskotheken sowie Shisha-Bars bleiben geschlossen.
Freunden treffenAktuell dürfen sich Personen aus zwei Haushalten ohne Abstand draußen treffen. Ab Freitag, 26. Juni, dürfen das auch alle Gruppen mit bis zu zehn Personen. Sind es mehr, gilt die Zwei-Haushalte-Regel. Mit einem Hygienekonzept und Abstand dürfen sich bis zu 50 Menschen draußen und bis zu 20 Personen drinnen treffen.Es dürfen sich auch hier bis zu zehn Personen oder zwei Haushalte draußen treffen. Veranstaltungen wie Familienfeiern im Freien dürfen mit bis zu 50 Gästen stattfinden.
GastronomieGastronomiebetriebe dürfen in Bremen öffnen. Allerdings gibt es ein Thekenverbot.Auch in Niedersachsen darf die Gastronomie wieder öffnen. Es dürfen maximal zehn Personen an einem Tisch sitzen.
GroßveranstaltungenBis mindestens Ende Oktober sind Großveranstaltungen mit mehr als 1.000 Personen verboten.Auch in Niedersachsen sind Großveranstaltungen mit mehr als 1.000 Personen bis mindestens Ende Oktober verboten.
KulturKinos, Theater und Konzertsäle dürfen im Land Bremen wieder öffnen. Allerdings nur mit maximal 200 Besuchern.Auch in Niedersachsen dürfen Kinos, Theater und Konzertsäle wieder öffnen. Es dürfen drinnen maximal 100 Gäste dabei sein, draußen sind es 250.
Picknicken und Grillen in öffentlichen ParksGrillen und Picknicken in Parks ist wieder erlaubt. Es gelten die gleichen Vorschriften wie bei anderen Treffen mit Freunden.Grillen und Picknicken in Parks ist wieder erlaubt. Es gelten die gleichen Regeln wie bei anderen Treffen mit Freunden.
Schwimmbäder und SaunenFreibäder können in Bremen – unter Hygieneauflagen – wieder öffnen. Auch Badeseen dürfen besucht werden. Hallenbäder sollen Anfang Juli folgen. Saunen bleiben hingegen zunächst geschlossen.Schwimmbäder dürfen mit einem Hygienekonzept wieder öffnen, ebenso wie Saunen. Auch Badeseen und die Küste können besucht werden.

Und nicht nur zwischen den einzelnen Bundesländern gibt es Unterschiede, sogar innerhalb des Landes Bremen gelten nicht überall die gleichen Regeln. So müssen Gäste in den Freibädern der Stadt Bremen eine Maske tragen, in Bremerhaven gibt es eine solche Vorschrift nicht. Auch ist es Kiosken und Supermärkten in Teilen der Stadt Bremen verboten, an Wochenenden nach 22 Uhr Alkohol zu verkaufen – anders als in Bremerhaven.

Diese ersten Erfahrungen mit der Corona-App haben die Bremer gemacht

Video vom 23. Juni 2020
Das Corona App Logo steht auf dem Bremer Marktplatz, im Hintergrund das Bremer Rathaus.

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Autorin

  • Rebecca Küsters

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Nachrichten, 22. Juni 2020, 9 Uhr