Protest gegen Parken auf Fuß- und Radwegen

  • Der ökologische Verkehrsclub ruft zu Aktionswoche auf
  • Aktivisten klemmen Autofahrern gelbe Zettel an die Windschutzscheibe
  • Verband fordert höhere Strafen und stärkere Kontrollen
Eine Frau steht auf einem Radweg und hält ein Schild mit der Aufschrift "Stoppt Falschparker" in die Luft.
In Berlin gab es schon am Montag eine Protestaktion. Am Samstag ist auch in Bremen eine geplant. Bild: DPA | Britta Pedersen

Der ökologische Verkehrsclub (VCD) und die Initiative Clevere Städte rufen zu einer bundesweiten Aktionswoche gegen Falschparken auf. Mit der Aktion wollen die Initiatoren auf die Gefahr des Falschparkens für Fußgänger und Radfahrer aufmerksam machen. Zugleich fordern sie höhere Bußgelder für das Abstellen von Autos in zweiter Reihe oder auf Fuß- und Radwegen.

Die Aktivisten wollen in Bremen an Fahrzeuge, die falsch geparkt wurden, gelbe Zettel klemmen, die über die Gesetzeslage informieren. Außerdem sollen die Autofahrer darauf hingewiesen werden, dass sie oder er andere Verkehrsteilnehmer gefährdet. Am Samstag soll es dann, wahrscheinlich in der Bremer Neustadt, eine Protest-Aktion geben. Unter den Hashtags #Falschparker und #Kunstparker veröffentlichen schon jetzt Menschen von falsch geparkten Autos.

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Der VCD-Bundesvorsitzende, Wasilis von Rauch, sagt zu der Aktion: "Rücksichtsloses Falschparken stellt eine ernste Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer dar, das ist vielen Autofahrern nicht bewusst." Seiner Ansicht nach verfehlen die derzeitigen Bußgelder allerdings jegliche abschreckende Wirkung.

Derzeit müssen Autofahrer, die an Fußgängerüberwegen parken, mit einem Bußgeld über 15 Euro rechnen. Auf das Parken in zweiter Reihe stehen 20 bis 35 Euro. Im europäischen Ausland sind die Strafen nach Angaben des VCD deutlich höher. Gerade im Vergleich zu den 60 Euro, die Personen zahlen müssen, die ohne Fahrkarte im öffentlichen Nahverkehr erwischt werden, bezeichnet der VCD die Bußgelder für Falschparker als zu gering.

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Die Organisatoren der Aktionswoche fordern auch, dass die Ordnungsämter nicht mehr vor allem an Anwohnerparkplätzen nach falsch geparkten Autos suchen sollen, sondern vor allem auf Rad- und Fußwegen.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Der Tag, 28. Mai 2018, 23:20 Uhr