Vertagt – Airbus-Gespräche über Stellenabbau bringen kein Ergebnis

  • Erstes Treffen zwischen Konzern und IG Metall bringt kein konkretes Ergebnis
  • Airbus-Vertreter spricht von konstruktiver Atmosphäre
  • Am 2. Oktober soll weiterverhandelt werden
Video vom 24. September 2020
Das Airbus Gebäude von außen.
Bild: Radio Bremen

Die IG Metall und das Management des Flugzeugbauers Airbus haben die erste Runde der Tarifverhandlungen zur Rettung von Arbeitsplätzen ergebnislos vertagt. Als neuen Termin sei der 2. Oktober vereinbart worden, sagte IG Metall-Verhandlungsführer Carsten Bremer.

Vor dem Hintergrund der Corona-Krise hatte Airbus Ende Juni angekündigt, weltweit 15 000 der rund 90 000 Jobs in der Verkehrsflugzeugsparte zu streichen, mehr als 5000 davon in Deutschland. Rund 3000 Jobs seien in Norddeutschland betroffen. In Bremen geht es konkret um 445 Arbeitsplätze. Die Pläne sollen bis Sommer 2021 umgesetzt werden.

Ein Airbus-Sprecher sprach von einer "konstruktiven Atmosphäre" in den Verhandlungen. Über Inhalte wollte er sich nicht äußern. "Wir sind mit den Sozialpartnern im Gespräch, haben aber Vertraulichkeit vereinbart", sagte er.

Demonstration gegen Stellenabbau: Wie geht es bei Airbus weiter?

Video vom 8. Juli 2020
Mehrere MitarbeiterInnen demonstrieren vor dem Airbus-Gebäude in Bremen.
Bild: Radio Bremen

Airbus-Chef Guillaume Faury hatte auch Entlassungen nicht ausgeschlossen. Es sei "unwahrscheinlich, dass das freiwillige Ausscheiden aus dem Unternehmen ausreiche, um 15 000 Arbeitsplätze abzubauen", zitierte unter anderem die französische Wirtschaftszeitung "La Tribune" aus einem Brief an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die IG Metall will betriebsbedingte Kündigungen unbedingt verhindern.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau, 24. September 2020, 17 Uhr