Bremen will kurzfristig 150 Ortskräfte aus Afghanistan aufnehmen

Audio vom 17. August 2021
Ein bewaffneter Taliban läuft durch die Straßen von Kabul
Bild: Imago | SNA
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  • Bremen sei bereit, mehr Personen aufzunehmen, als der Verteilungsschlüssel vorsieht
  • Das hat Sozialsenatorin Anja Stahmann angekündigt
  • Die Menschen seien in Lebensgefahr

Das Land Bremen stellt laut dem Sozialressort bis zu 150 Unterbringungsplätze für Ortskräfte aus Afghanistan und deren Familien zur Verfügung. Das habe man am heutigen Dienstag auch dem Bundesinnenministerium, das die Rettungsaktionen organisiert, mitgeteilt. Bereits zuvor hatte Sozialsenatorin Anja Stahmann (Grüne) angekündigt, dass Bremen Menschen aufnehmen wolle.

In Afghanistan sind Menschen in Lebensgefahr, weil sie uns geholfen haben. Jetzt muss es darum gehen, ihnen schnell und unbürokratisch zu helfen.

Anja Stahmann auf einer Pressekonferenz im Bremer Rathaus
Anja Stahmann (Grüne), Bremens Sozialsenatorin

Bremen sei bereit, auch mehr Menschen aufzunehmen, als es der übliche Verteilungsschlüssel vorsieht, so Stahmann. Auch Innensenator Ulrich Mäurer stimmt dem in einer Mitteilung zu. "Über Verteilungsschlüssel kann man später reden. Jetzt gilt es so schnell wie möglich zu handeln", so Mäurer.

Bundesregierung will Helfer und Helferinnen evakuieren

Die Bundesregierung bemüht sich aktuell, Deutsche und afghanische Helfer der Bundeswehr aus dem Land zu holen. Nur kurze Zeit nach dem Rückzug der internationalen Truppen haben die Taliban weite Teile von Afghanistan unter ihre Kontrolle gebracht. Am Sonntag rückten sie bis nach Kabul vor und haben nun die Macht komplett übernommen, wie sie selbst erklärten.

Weitere Informationen:

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Nachrichten, 17. August 2021, 17 Uhr