Bremer Ärztekammer-Präsidentin Heidrun Gitter überraschend gestorben

  • Gitter war lange Oberärztin am Klinikum Bremen-Mitte
  • Ärztekammer: Tod trotz schwerer Krankheit überraschend
  • Sie wurde 60 Jahre alt
Eine Frau schaut in die Kamera.
Neben ihrer Tätigkeit als Präsidentin der Ärztekammer war Heidrun Gitter zuletzt im Corona-Krisenstab und als Vorsitzende der Bremer Impfkommission tätig. Sie wurde 60 Jahre alt. Bild: Radio Bremen | Verena Patel

Die Ärztekammer Bremen trauert um ihre Präsidentin Heidrun Gitter: Sie verstarb am Montagvormittag "nach schwerer Krankheit, dennoch überraschend, im Alter von 60 Jahren", wie die Ärztekammer am Mittwoch mitteilte. Gitter hatte das Amt seit 2012 inne und wurde noch im Januar 2020 für eine dritte Amtszeit gewählt. Seit Mai 2019 war sie zudem Vizepräsidentin der Bundesärztekammer.

"Die Ärztekammer verliert mit Dr. Heidrun Gitter eine Persönlichkeit, die stets mit größtem persönlichen Einsatz, hohem Sachverstand, viel Optimismus und einer großen Portion Humor die Belange der Ärzteschaft vertreten hat", äußerte sich die Ärztekammer. Nach dem Studium der Medizin und der Rechtswissenschaften in Köln sowie dem US-amerikanischen Detroit zog es Gitter 1993 nach Bremen, wo sie lange am Klinikum Mitte als Oberärztin der Kinderchirurgie tätig war.

Auch war Gitter seit dem Beginn ihres Berufslebens berufspolitisch aktiv, was sich im Laufe ihrer Karriere in vielen unterschiedlichen Tätigkeiten niederschlug. 2006 führte sie den Ärztestreik des Marburger Bundes an, an dessen Ende der Tarifvertrag für Ärztinnen und Ärzte in kommunalen Kliniken stand, 2019 erhielt sie die Ehrenmitgliedschaft der Deutschen Gesellschaft für Kinderchirurgie. Zuletzt war Gitter bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie als Mitglied im Bremer Krisenstab und agierte als Vorsitzende der Impfkommission.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 17. März 2021, 10:00 Uhr