Steinzeitliche Feuerstellen an der neuen Feuerwache in Bremen entdeckt

  • Überreste eines mittelsteinzeitlichen Rastplatzes auf Baustelle entdeckt
  • Funde stammen aus einer Zeit vor über 10.000 Jahren
  • Fundstelle für Archäologen "extrem wertvoll"
Zwei Männer untersuchen den Boden an einer archäologischen Fundstelle.
Sorgfältig wird der Boden auf der Baustelle nach weiteren Fundstücken durchkämmt. Bild: Radio Bremen

Archäologen haben am Rande einer Baustelle am Bremer Hochschulring die bisher ältesten Siedlungsüberreste im gesamten Land Bremen freigelegt. Sie stammen aus einer Zeit vor über 10.000 Jahren, dem Mesolithikum (Mittelsteinzeit). Es handle sich um einen Rastplatz, den die Menschen wahrscheinlich jedes Jahr wieder aufgesucht hätten, sagte Dieter Bischop von der Landesarchäologie Bremen am Mittwoch.

Ein weißer Pavillon schirmt eine archäologische Ausgrabungsstelle auf einer Baustelle ab.
Inmitten der Baustelle für die neue Feuerwache führen die Archäologen ihre Grabungen durch. Bild: Radio Bremen

Die Fundstellen hätten einen unvergleichbaren Charakter und gehörten zu den besten, die es aus dieser Zeitepoche gebe. "Das ist für uns schon extrem wertvoll", sagte Bischop. Die Grabungsstelle liegt auf einer Fläche am Bremer Hochschulring, wo planmäßig die Bauarbeiten für die neue Feuerwache Nordost laufen. Unter anderem wurden dort anhand von Erdverfärbungen Spuren von 13 Feuerstellen sowie zehn Werkplätze für die Herstellung von Feuersteingeräten entdeckt.

Die Funde sind durch eine Auelehmschicht relativ gut konserviert. Allerdings haben sich in den vollkommen entkalkten Sandböden nur die steinernen Objekte der frühen Siedler erhalten; organische Artefakte wie Knochen und Holz, die es an Raststationen sicher auch gegeben habe, seien daher nicht mehr zu finden.

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 19. August 2020, 19:30 Uhr