Handelskammer warnt: Einwohnerschwund kommt Bremen teuer zu stehen

  • Bundesland verliert laut Handelskammer 100 Millionen Euro jährlich
  • Seit 2009 mehr als 16.000 Einwohner mehr abgewandert als hinzugewonnen
  • Handelskammer fordert vom Senat mehr Wohnraum und bessere Schulen
Ein Mann trägt einen Umzugskarton
Laut Handelskammer ziehen mehr Menschen ins Umland, als von dort in die Stadt kommen. Bild: DPA | Markus Scholz

Die Handelskammer Bremen schlägt Alarm: Nach ihren Berechnungen verliert das Land Bremen fast 100 Millionen Euro jährlich, weil Einwohner ins niedersächsische Umland abwandern. Das bedeutet zum einen weniger Steuereinnahmen, zum anderen auch negative Folgen für den Finanzausgleich.

Unterm Strich hat Bremen nach Berechnungen der Handelskammer seit 2009 rund 14.500 Einwohner mehr ans Umland verloren als von dort neu hinzugewonnen. Auch für Bremerhaven fällt die Wanderungsbilanz demnach negativ aus: Dort sind es rund 2.000 Menschen. Dieser Trend müsse dringend gestoppt werden, denn sonst drohten mittelfristig sogar Einnahmeverluste von mehr als 220 Millionen Euro jährlich, warnt die Handelskammer.

Sie sieht deshalb den Senat in der Pflicht, Bremen attraktiver zu machen – für Unternehmen und für neue Einwohner. Dazu müsse zum Beispiel zusätzlicher Wohnraum geschaffen werden, vor allem für Familien mit mittlerem Einkommen. Zudem müsse die Qualität von Schulen und Kitas verbessert werden.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau am Nachmittag, 17. Januar 2019, 16 Uhr