Gericht kippt Obergrenze bei Freiluft-Veranstaltungen in Niedersachsen

Zuschauerränge im Stadion an Bremer Brücke
Bild: DPA | Revierfoto
  • Obergrenze von 500 Menschen ist laut Oberverwaltungsgericht nicht mehr angemessen
  • Regelung benachteilige außerdem sehr große Veranstaltungsorte
  • Fußball-Drittliga-Clubs hatten gegen Obergrenze geklagt

In Niedersachsen dürfen künftig wieder mehr als 500 Menschen an Veranstaltungen unter freiem Himmel teilnehmen. Das Oberverwaltungsgericht Lüneburg (OVG) hat am Freitag die entsprechende niedersächsische Verordnung gekippt. Die Festlegung dieser Grenze von 500 Menschen sei für sehr große Veranstaltungsorte, wie etwa Fußballstadien, nicht mehr angemessen, so das Gericht. Außerdem verstoße die Begrenzung gegen den allgemeinen Gleichheitssatz, da sie größere Einrichtungen gegenüber kleineren benachteiligte.

Die Fußball-Drittliga-Clubs Eintracht Braunschweig, SV Meppen und VfL Osnabrück waren gegen die bisherigen Regeln juristisch vorgegangen. Künftig dürfen damit aber auch der Fußball-Bundesligist VfL Wolfsburg oder der Zweitligist Hannover 96 wieder vor mehr als 500 Zuschauen spielen. Der Gerichtsbeschluss ist unanfechtbar. In vielen anderen Bundesländern – unter anderem in Bremen – sind bei Veranstaltungen bereits wieder mehr Zuschauer erlaubt.

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Bild: Imago | Team 2

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 11. Februar 2022, 14 Uhr