Bremer Ärzte haben bisher 450 Geflüchtete aus der Ukraine versorgt

Menschen fliehen aus der Ukraine.
Bild: DPA | Michael Kappeler
  • Bremer Ärzte bereiten sich auf Kriegsopfer mit schweren Verletzungen vor
  • Viele Untersuchungen finden im Impfzentrum am Brill statt
  • Gesundheitssenatorin spricht von großer Impfbereitschaft der Geflüchteten

In Bremen ist die medizinische Versorgung von Geflüchteten aus der Ukraine angelaufen. Wie die zuständigen Behörden mitteilten, wurden bisher 450 Menschen auf ihren Gesundheitszustand untersucht.

Viele der Geflüchteten werden im Impfzentrum am Brill untersucht. Ein Shuttle-Dienst des Roten Kreuzes bringt sie von der Unterkunft in den Messehallen dorthin. Einige Kinder seien in so schlechtem Zustand hier angekommen, dass sie direkt ins Krankenhaus gebracht werden mussten, berichtete Bremens Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard (Linke) in der Gesundheitsdeputation. In den Kliniken, besonders in den chirurgischen Abteilungen, würden bereits Fortbildungen laufen, um sich auf schwer verletzte Kriegsopfer aus der Ukraine vorzubereiten.

Da wird jetzt mit Hochdruck organisiert, dass man auf so was auch eingestellt ist. Jedenfalls unsere Chirurgen sind da sehr hinterher, entsprechend sich das auch anzueignen.

Claudia Bernhard, Gesundheitssenatorin

Die Senatorin berichtete außerdem, die Bereitschaft der Geflüchteten, sich impfen zu lassen, sei hoch. Genaue Zahlen konnte sie aber nicht nennen, dafür sei es noch zu früh. Es wird angenommen, dass nur ein Drittel der Ukrainerinnen und Ukrainer schon ausreichend gegen Corona geimpft ist.

Ankunft in Bremen: Ukraine-Flüchtlinge kommen in Messehalle unter

Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 15. März 2022, 19 Uhr