Bremerhavener Fischverarbeiter schickt 400 Beschäftigte in Kurzarbeit

Frozen Fish schickt 400 Beschäftigte in Bremerhaven in Kurzarbeit

Bild: DPA | Carmen Jaspersen
  • Lieferengpässe bringen Frozen Fish International in Bedrängnis
  • Kurzarbeit erst einmal bis Ende des Monats geplant
  • Produktion läuft aktuell nur reduziert weiter

Der Fischverarbeiter Frozen Fish International in Bremerhaven gerät wegen anhaltender Lieferengpässe in Bedrängnis. Rund 400 Beschäftige sind jetzt in Kurzarbeit gewechselt, weil zu wenig Fisch da ist – zum Beispiel aus China.

Geschäftsführung und Betriebsrat hoffen, dass es nur vorübergehende Engpässe bei der Fischlieferung gibt. Die Kurzarbeit ist erst mal bis Ende des Monats vorgesehen. Die Produktion läuft laut Frozen Fish, die zum Beispiel für die Marke Iglo arbeiten, reduziert weiter.

Lockdowns und Ukraine-Krieg wirken sich auf Lieferungen aus

Laut Gewerkschaft NGG lässt sich die Produktion zurzeit überhaupt nicht planen. Tiefkühlfisch kommt zu einem großen Teil aus China nach Deutschland. Wegen des Covid-Lockdowns dort sind die Handelswege immer noch massiv gestört.

Auch der Ukraine-Krieg wirkt sich aus, weil 70 Prozent des Fisches für Fischstäbchen aus Russland stammt. Aktuell gibt es laut Iglo noch genug Tiefkühlfisch. Man sehe sich aber nach Alternativen um, um nicht vom Alaska-Seelachs abhängig zu sein.

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Bremerhavener Fischverarbeiter schickt 400 Beschäftigte in Kurzarbeit

Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 2. Juni 2022, 19:30 Uhr