"Mosaic"-Expedition: Forscher kehren verspätet nach Bremen zurück

  • Ein Team der "Polarstern" wird am Mittag in Bremen erwartet
  • Eigentlich sollten die Wissenschaftler längst zurück sein
  • Schlechtes Wetter und dickes Eis verzögerten die Rückkehr
Ein Eisbrecher liegt umgeben von Eisschollen und leuchtet mit Scheinwerfern ins Dunkle.
Noch bis Oktober ist die "Polarstern" in der Arktis unterwegs. Bild: Alfred Wegener Institut | Lars Barthel

Ein Team des Forschungsschiffs "Polarstern" wird am Mittag in Bremen erwartet. Eigentlich sollten die Wissenschaftler schon vor zwei Wochen zurückkehren. Ein Versorgungsschiff hatte die Forscher vor einigen Wochen von der "Polarstern" abgeholt und sich auf den Weg nach Norwegen gemacht. Wegen des schlechten Wetters und weil das arktische Eis stellenweise unerwartet dick war, kam das Schiff aber langsamer voran als geplant. Am Dienstagnachmittag ist es dann im norwegischen Tromsø angekommen, von dort ging es für die Forscher mit dem Flugzeug weiter.

Auch ein weiterer Team-Wechsel verzögert sich gerade. Wegen der Corona-Pandemie ist nicht klar, wann das neue Forschungsteam auf der "Polarstern" ankommen wird. Deshalb muss die aktuelle Crew erstmal auf dem Schiff bleiben. Die "Mosaic"-Expedition, die bisher größte Arktis-Expedition, ist laut Alfred-Wegener-Institut aber nicht in Gefahr. Die Versorgung an Bord der "Polarstern" sei gesichert und man rechne damit, dass die Expedition weiter laufe und wie geplant im Oktober zu Ende gehe.

Einfluss der Arktis auf das Klima verstehen

Seit Oktober driftet die "Polarstern" im Rahmen der "Mosaic"-Expedition durch das arktische Eis, die Wissenschaftler wechseln sich alle paar Monate ab. Ziel der Mission unter Leitung des Bremerhavener Alfred-Wegener-Instituts ist es, den Einfluss der Arktis auf das globale Klima besser zu verstehen.

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 1. April 2020, 6 Uhr

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