Bremen zahlt 17 Millionen Euro für die Sanierung der "Seute Deern"

  • Haushaltsausschuss des Bundestags hat Kosten-Beteiligung beschlossen
  • Auch der Umbau des Focke-Museums wird unterstützt
  • Insgesamt zahlt Bremen fast 22 Millionen Euro für das Focke-Museum und die "Seute Deern"-Sanierung
Bild: Radio Bremen

Der Bund beteiligt sich an der Sanierung der maroden Dreimastbark "Seute Deern" in Bremerhaven mit 17 Millionen Euro. Das hat der Haushaltsausschuss des Bundestages beschlossen. Die Sanierung der "Seute Deern" soll insgesamt rund 34 Millionen Euro kosten.

Die eine Hälfte der Kosten trägt der Bund, die andere Hälfte müssten nun das Land Bremen und die Stadt Bremerhaven aufbringen, sagte der Bremerhavener Bundestagsabgeordnete Uwe Schmidt (SPD). Das hätten sie als Stifter des Deutschen Schifffahrtsmuseums bereits zugesagt. Es sei vorgesehen, das Schiff im laufenden Museumsbetrieb zu sanieren. Das müsse nun zügig geplant werden.

Pumpen halten das Schiff über Wasser

Ein Arbeitskreis hatte im Oktober ein Sanierungskonzept für die "Seute Deern" vorgelegt. Es sah vor, das Schiff im Dock unter einer Glaskonstruktion als "gläserne Werft" zugänglich zu machen. Dieses Konzept sei die Grundlage für die Finanzierungszusage, sagte Bremens Wirtschaftsstaatsrat Jörg Schulz.

Die "Seute Deern" wurde 1919 gebaut und liegt seit 1966 im Alten Hafen in Bremerhaven. Sie wird derzeit nur mit Hilfe dauernd laufender Pumpen über Wasser gehalten. Täglich werden 150 Tonnen Wasser aus dem Schiffsbauch gepumpt. Gutachtern zufolge müssen 60 Prozent der Substanz ausgetauscht werden.

Umbau des Focke-Museums wird wohl sieben Jahre dauern

Gleichzeitig hat der Haushaltsausschuss auch beschlossen, dass sich der Bund am geplanten Ausbau des Bremer Focke-Museums beteiligt. Der Zuschuss soll 4,6 Millionen Euro betragen. Insgesamt kostet der Umbau 9,2 Millionen Euro. Die andere Hälfte zahlt Bremen. Damit gibt das Land fast 22 Millionen Euro für das Focke-Museum und die "Seute-Deern"-Sanierung aus.

Der Umbau des Museums wird voraussichtlich sieben Jahre dauern. Unter anderem sind ein neuer Ausstellungs- und ein neuer Veranstaltungsbereich geplant. Der genaue Baubeginn ist noch unklar. Die Modernisierung war bislang am Geldmangel gescheitert.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 27. Juni 2018, 18 Uhr

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