Bremer SPD bezeichnet CDU-Vorwurf zur Lage der Feuerwehr als falsch

Ein Feuerwehrmann mit einer Atemmaske (Symbolbild)
Laut SPD Bremen ist die Zahl der Beschäftigten bei der Feuerwehr unter Innensenator Mäurer deutlich gestiegen. (Symbolbild) Bild: Imago | Marius Bulling/onw-images
  • SPD weist CDU-Vorwurf von "jahrelangem Missmanagement" bei der Feuerwehr zurück
  • Das Innenressort hat laut innenpolitischem Sprecher in die Bremer Feuerwehr investiert
  • Zahl der Feuerwehr-Beschäftigten in der Amtszeit des Innensenators sei deutlich gewachsen

Die SPD-Fraktion in Bremen hat in der Diskussion um die personelle Ausstattung der Feuerwehr in Bremen den Vorwurf der CDU von "jahrelangem Missmanagement" als "nachweislich falsch" zurückgewiesen. "Bei der Feuerwehr wurde in den letzten Jahren nicht gespart, sondern investiert – und zwar kräftig", sagte der innenpolitische Sprecher der Fraktion, Kevin Lenkeit, in einer Mitteilung.

In der Amtszeit von Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) sei die Feuerwehr um mehr als 40 Prozent gewachsen. Die Stellenzahl habe im Jahr 2008 474 betragen und werde im kommenden Jahr bei 679 liegen. Im Lösch- und Hilfedienst werde die Feuerwehr in diesem und nächsten Jahr eine Budgeterhöhung um insgesamt 58 Stellen bekommen.

Brandschutzbedarfsplan wird angepasst

"Dass die Anforderungen bei der Feuerwehr weiter steigen und der Beruf erhebliche Belastungen mit sich bringt, ist unbestritten und verdient unseren höchsten Respekt", sagte Lenkeit. Es stimme auch, dass die personelle Situation an manchen Tagen merklich angespannt ist. Daher sei es angebracht, den Brandschutzbedarfsplan, wie von Senator Mäurer vorgesehen, zu überarbeiten und mit einer klaren personellen Perspektive zu versehen. Der Personaleinsatz könne und müsse weiter optimiert werden. "Wir werden uns weiterhin dafür einsetzen, die Feuerwehr in Bremen Schritt für Schritt auszubauen", so Lenkeit. "Von den Störfeuern der CDU lassen wir uns dabei nicht irritieren."

Die Bremer CDU hatte Mäurer die Schuld an den massiven Personalproblemen der Feuerwehr zugeschrieben. "Schon vor zehn Jahren fehlten strukturell mindestens 80 Einsatzkräfte", hatte der innenpolitische CDU-Sprecher Marco Lübke in einer Mitteilung vom Dienstag gesagt.

Nachdem bekannt geworden war, dass bei der Bremer Feuerwehr rund 200 Einsatzkräfte fehlen und deshalb zeitweise Fahrzeuge nicht besetzt werden können, hatten sich gegenüber buten un binnen auch einzelne Feuerwehrleute besorgt gezeigt. "Vieles am System funktioniert nur, weil wir als Kolleginnen und Kollegen das irgendwie noch mittragen, aber in der Folge zu großen Teilen wirklich darunter leiden", sagte ein Feuerwehrmann.

Feuerwehrleute berichten von Personalnot bei der Bremer Feuerwehr

Bild: DPA | Philipp Schulze

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Nachrichten, 8. August 2022, 7 Uhr