Diese 5 Punkte sollen Bremen fahrradfreundlicher machen

Eine Person fährt auf einem Fahrrad.
Wie kann Bremen fahrradfreundlicher werden. Verkehrssenator Lohse hat Ideen. Bild: Radio Bremen

Im Gespräch mit Radio Bremen hat Verkehrssenator Joachim Lohse (Grüne) erklärt, woran die Stadt aktuell arbeitet, damit Straßen noch besser mit dem Rad befahrbar sind. Einige Vorzeigeprojekte gibt es bereits. Trotzdem sei noch viel zu tun.

1 "Bremen hat zu schmale Straßenräume"

Ein Problem in der Hansestadt ist nach Ansicht Lohses, dass die Rad- und Fußwege, aber auch die Straßen sehr schmal sind. Deshalb müssten die Flächen nun neu aufgeteilt und der Radverkehr auf die Straße geholt werden. "Inzwischen haben wir Gerichtsurteile des Bundesverwaltungsgerichts, die sagen, dass der Radverkehr in der Regel auf die Fahrbahn gehört und nicht auf die Gehwege", sagt der Senator dazu.

2 Asphalt statt Kopfsteinpflaster

Das Thema Kopfsteinpflaster sei umstritten, da viele Menschen daran hängen würden. "Ich selbst bin ja dafür bekannt, dass ich Kopfsteinpflaster durch Asphalt oder zumindest durch glattes Betonpflaster ersetzten möchte", sagt Lohse. Dazu gebe es jetzt einen Runden Tisch, denn eine passende Lösung müsse her. "Wir brauchen ein barrierefreies Netz und wir brauchen ein vernünftiges Netz für den Radverkehr", fordert Lohse. Gleichzeitig sollten historische Qualitäten gewahrt werden. Bis zum Sommer soll der Runde Tisch Ergebnisse bringen.

3 Die acht Premium-Radrouten

Im Verkehrsentwicklungskonzept stehen Premium-Radrouten. Das Konzept wurde vor dreieinhalb Jahren erstellt. Noch gebe es zwar keine vollständige Route, laut Lohse sei jedoch die Route vom Hauptbahnhof bis zur Universität weitgehend realisiert. "Die ist vorhanden, muss an der Parkallee aber noch ausgebessert werden", sagt er.

Verkehrssenator Joachim Lohse
Verkehrssenator Joachim Lohse (Die Grünen) im Gespräch bei Radio Bremen. Er erklärt, was aktuell in Bremen geplant werde, um die Stadt noch fahrradfreundlicher zu machen. Bild: Radio Bremen | Ulrike Kunze

Konkret in Planung sei die längste Premium-Route, die insgesamt auf 42 Kilometern von Blumenthal bis nach Mahndorf führen soll. Geld dafür sei in Teilen auch schon vorhanden, wenn auch nicht für die gesamten 42 Kilometer. Ein Team soll sich im Ressort nun ausschließlich mit Fragen rund um den Rad- und Fußverkehr beschäftigen.

4 Das Fahrrad-Quartier in der Neustadt

Damit sei Bremen Vorreiter. Das Prinzip der Fahrradstraße werde auf ein ganzes Quartier übertragen, so Lohse. Dort hätten Fahrradfahrer nun Vorrang vor Autos.

Laut Lohse bringe dieses Zukunftskonzept zusammen mit den anderen Änderungen auf den Straßen nicht nur Vorteile für die Fahrradfahrer, sondern auch für die Autofahrer. Am Ende würden sie davon profitieren, dass sie weniger Konkurrenz haben, wenn mehr Leute auf den Umweltverbund umsteigen.

5 Die Stephanibrücke

Auf der Stephanibrücke ist der Fuß- und Radweg verengt. Damit soll sie entlastet werden. Trotzdem könnten "Fahrradfahrer völlig ungehindert über die Stephanibrücke fahren", so Lohse. Es werde kein Radfahrer daran gehindert, sie zu überqueren.

Dieses Thema im Programm: Bremen Vier, 23. April 2018, 9.10 Uhr

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