DB-Fahrplanwechsel: Was ändert sich in Bremen und umzu?

Zugreisende an einem Bahnsteig (Archivbild)
Bild: Imago | Future Image

Die Deutsche Bahn hat ihr Angebot im Nordwesten zum Fahrplanwechsel Mitte Dezember ausgebaut. Damit kommen auch Fahrplanänderungen auf Bremen und Bremerhaven zu.

Mehr Fernzüge, mehr Sitzplätze und Direktverbindungen: Es stehen einige Veränderungen bei der Deutschen Bahn (DB) an. Laut Bahn werden sich einige Reisezeiten verkürzen, dafür aber auch manche Ticketpreise zum Jahreswechsel steigen. Doch welche Veränderungen erwarten Bremen und umzu konkret?

Fernverkehr: Wiederanbindung und mehr Fahrten in den Norden

Ab Mitte Dezember fährt erstmals seit 20 Jahren wieder ein Intercity ab Bremerhaven. Auf dem Weg nach Köln macht er außerdem Halt in Osterholz-Scharmbeck, Bremen, Osnabrück, Münster und Düsseldorf. Damit ist Bremerhaven wieder an das Fernzugnetz angeschlossen.

Auf der wichtigen Strecke von Hamburg über Bremen und Osnabrück ins Ruhrgebiet werden weitere IC-Züge durch Intercity-Express-Züge ersetzt. Auch andere Reisen aus dem Norden werden komfortabler: Norddeich Mole und das Emsland erhalten eine neue IC-Verbindung, die täglich ohne Umsteigen von und nach Frankfurt/ Main fährt. Unterwegs macht der Zug an verschiedenen Orten in Mittelhessen wie Siegen oder Hamm Halt.

Ein Zug der Deutschen Bahn fährt in den Hauptbahnhof Bremen ein.
Auslaufmodell IC: Intercitys der Deutschen Bahn werden immer häufiger durch ICE's ersetzt. Bild: Radio Bremen

Mehr und schnellere ICE-Direktverbindungen bringt der neue Fahrplan außerdem für Osnabrück und Bremen. Fahrten nach Frankfurt Flughafen und Stuttgart sind nun rund eine Stunde schneller. Acht Mal täglich kommt außerdem ein XXL-ICE mit 918 Sitzplätzen zum Einsatz – bisher war das nur zwei Mal am Tag der Fall. Und es wird auch eine neue Spätverbindung bis nach Stuttgart sowie eine Verbindung über Nacht von und nach Augsburg und München angeboten.

Keine großen Änderungen im VBN

Die Anzahl der Verbindungen im Verkehrsbund Niedersachsen/Bremen (VBN) bleibt insgesamt weitgehend gleich. Einzelne zusätzliche Züge im Nahverkehr gibt es zwischen Bremen und Uelzen. Hier erweitert der VBN sein Angebot um jeweils eine zusätzliche Früh- und Abendfahrt unter der Woche sowie eine zusätzliche Frühfahrt an Sonn- und Feiertagen.

Im VBN treten ab dem 12. Dezember außerdem kleinere Änderungen im regionalen Busverkehr in Kraft. Diese betreffen Bremerhaven sowie die Landkreise Ammerland, Diepholz, Osterholz, Rotenburg (Wümme) und Wesermarsch. Details können den Fahrplanauskünften des VBN entnommen werden.

Größere Änderungen des Zugangebots sind laut einem Sprecher des Fahrgastverbands PRO BAHN erst in einem Jahr zu erwarten, wenn der neue Verkehrsvertrag für die Regio-S-Bahn aufgenommen wird. Dann soll unter anderem das Angebot zwischen Bremen und Oldenburg deutlich ausgeweitet werden.

Steigende Preise und Ausfälle bei der BSAG

Die Deutsche Bahn erhöht zum Fahrplanwechsel Ihren Tarif um durchschnittlich 1,9 %. Im VBN bleiben die Preise jedoch überwiegend gleich. Lediglich im Niedersachsentarif verteuern sich einzelne Tarife wie etwa die Fahrradtageskarte von 4,60 Euro auf 5,00 Euro.

Unabhängig vom Fahrplanwechsel der DB tritt in Bremen zum 13. Dezember 2021 ein reduzierter Sonderfahrplan der BSAG in Kraft. Grund dafür sind überdurchschnittlich viele coronabedingte Fahrer-Ausfälle. Dadurch können sich auch Änderungen beim Umsteigen in Bremen ergeben.

Autorinnen und Autoren

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 12. Dezember 2021, 19:30 Uhr