Prominenz und viel Besuch: Die "Maritimen Tage" in Bremerhaven

"Maritime Tage" in Bremerhaven gestartet

Bild: Radio Bremen | Joschka Schmitt

Die "Maritimen Tage" in Bremerhaven laufen. Am Mittwoch hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier das Hafenfest eröffnet, zahlreiche Besucher strömten auf das Festgelände.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat am Mittwochvormittag als Schirmherr die "Maritimen Tage" in Bremerhaven eröffnet. Das fünftägige Hafenfest ist der kleinere Ersatz für die "Lütte Sail", die wiederum die reguläre "Sail" im Vorjahr ersetzen sollte. Beide Großveranstaltungen hatten wegen der Pandemie abgesagt werden müssen. Steinmeier nutzte seine Rede für einen Appell, sich impfen zu lassen.

Bundespräsident Steinmeier ruft zum Impfen auf

Am Alten Hafen in Bremerhaven hatten sich bei sonnigem Wetter viele Menschen eingefunden, um die Eröffnungszeremonie der "Maritimen Tage" auf dem Kogge-Nachbau "Ubena von Bremen" zu beobachten. Nach einem festlichen Auftakt mit Militärkapelle erinnerte der Bundespräsident in seiner Rede noch vor der eigentlichen Eröffnung an die Opfer der Pandemie und die Bedeutung der Corona-Impfung.

Nur die Impfung ist der Königsweg aus der Pandemie. Deswegen wünsche ich mir, deswegen appelliere ich an alle: Nehmen Sie die Impfangebote wahr, schützen Sie sich selbst, aber auch ihre Freunde, Nachbarn und die Familie.

Frank-Walter Steinmeier, Bundespräsident
Mehrere Personen stehen auf einem Schiff und winken.
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (4.v.l.) mit Bremerhavens Oberbürgermeister Melf Grantz (1.v.l.) und Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (3.v.l.). Bild: Radio Bremen | Joschka Schmitt

Steinmeier freute sich, zurück in Bremerhaven zu sein, und dass ein solches Fest endlich wieder möglich sei. Zuvor hatten Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte und Bremerhavens Oberbürgermeister Melf Grantz (beide SPD) Grußworte an das Publikum gerichtet. Als der Bundespräsident schließlich das maritime Volksfest für eröffnet erklärte, ließen viele der umliegenden Schiffe lautstark ihre Hörner erklingen. Anschließend mischten sich die sichtlich gut gelaunten Redner inmitten ihrer Sicherheitsleute unter die Besatzung, um mit einem Schnaps anzustoßen.

"Maritime Tage" – Hafenfest unter besonderen Bedingungen

Trotz der ausgelassenen Eröffnung dürften sich die "Maritimen Tage" anders als frühere Hafenfeste anfühlen. Statt eines großen, offenen Festgeländes mit fröhlichem Gewimmel, gibt es diesmal sechs eingezäunte Erlebnisinseln. Sie bieten bei begrenztem Platz unterschiedliche Angeboten wie Musik, Gastronomie oder einem Mittelaltermarkt. Besucher müssen sich dort beim Betreten registrieren. Zugang haben nur Geimpfte, Getestete und Genesene. Das Testzentrum am Neuen Hafen hat seine Testmöglichkeiten für die Maritimen Tage erweitert. Zwischen den abgegrenzten Arealen gibt es aber auch frei zugängliche Buden.

Ich bitte um Nachsicht, wenn man nicht alles wiederfindet, was man sich sonst auf diesen großen Events hat gönnen können. Wir mussten das anpassen. Aber ich glaube, es wird Ihnen allen wunderbar gefallen.

Melf Grantz, Oberbürgermeister Bremerhaven

Auch wenn im Vorfeld so mancher in den sozialen Medien Zweifel an der Qualität und dem Zeitpunkt der Ersatzveranstaltung geäußert hatte – bereits kurz nach der Eröffnung füllte sich das Gelände in den Havenwelten. Und auch Bundespräsident Steinmeier hatte für den Nachmittag noch zwei Programmpunkte: die Besuche des Großseglers "Alexander von Humboldt II" und der Fregatte "Nordrhein-Westfalen" der Bundeswehr. Beide Schiffe gehören zu den rund 90 weiteren, die während der "Maritimen Tage" im Alten und Neuen Hafen liegen. Die Stadt Bremerhaven erwartet bis Sonntag bis zu 50.000 Besucherinnen und Besucher.

Endlich wieder Schiffe: So starten die "Maritimen Tage" in Bremerhaven

Bild: Radio Bremen

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Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Der Tag, 11. August 2021, 13:10 Uhr