Mann verletzt: Ermittlungen gegen Delmenhorster Polizisten

Eine Streife der Bundespolizei mit Videoaufzeichnung und Bodycams ist von hinten zu sehen.

Mann verletzt: Ermittlungen gegen Delmenhorster Polizisten

Bild: DPA | Christoph Hardt/Geisler-Fotopress
  • Beamte soll Kopf des suizidgefährdeten Mannes gegen Wand geschlagen haben
  • Polizeidirektion Oldenburg ermittelt gegen ihn und zwei weitere Kollegen
  • Verdächtiger darf bis Ende der Ermittlungen nicht arbeiten

Die Polizeidirektion Oldenburg ermittelt gegen drei Polizisten aus der Polizeiinspektion Delmenhorst. Ein 28-Jähriger muss sich wegen des Verdachts auf Körperverletzung im Amt verantworten. Jetzt wurde der Innenausschuss über den Vorfall informiert.

Die Beamten sollen Ende Mai zu einem suizidgefährdeten Mann gerufen worden sein. Dieser soll stark betrunken gewesen sein und wurde mit in Polizeigewahrsam genommen. Ein 28-jähriger Polizeibeamter forderte den 41-Jährigen in Gewahrsam auf, seine Hose auszuziehen. Weil der sich weigerte, schubste der Polizist ihn gegen eine Wand und drückte ihn auf den Boden. Dabei schlug der 41-Jährige mehrfach mit dem Kopf gegen die Wand. Mehrere Polizisten sollen dabei gewesen sein, darunter auch der Vorgesetzte der Dienstschicht.

Vorfall über Bodycam aufgezeichnet worden

Der Vorfall ist bekannt geworden, weil die Bodycam eines dieser Beamten ausgelöst wurde. Der Vorfall ist darüber aufgezeichnet worden. Gegen den 28-Jährigen bestehe nun ein konkreter Verdacht auf Körperverletzung im Amt. Gegen ihn wird nun ermittelt, bis zum Ende des Ermittlungsverfahrens darf er nicht mehr arbeiten, sagte ein Sprecher.

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 2. Juni 2022, 15 Uhr