Weitere Genehmigung für Erdgas-Projekt im Wattenmeer

Die ostfriesische Insel Borkum von oben

Weitere Genehmigung für Erdgas-Projekt im Wattenmeer

Bild: picture alliance/dpa | Sina Schuldt
  • Vor Borkum dürfen drei Firmen nach Erdgas suchen und es gewinnen
  • Das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie hat eine Bergbauberechtigung erteilt
  • Vor Start der Suche sind aber noch weitere Schritte notwendig

Das niedersächsische Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie hat die Suche und Gewinnung von Erdgas im Wattenmeer vor Borkum genehmigt. In Zukunft könnten dort drei Unternehmen aus den Niederlanden, Großbritannien und Deutschland gemeinsam nach Erdgas suchen und es fördern.

Mit der erteilten Bergbauberechtigung seien jedoch noch keine technischen Maßnahmen gestattet. Bevor die Unternehmen One-Dyas, Hansa Hydrocarbons und Neptune Energy Germany in den Meeresboden bohren dürfen, müssten zunächst entsprechend dem Bundesberggesetz Betriebspläne eingereicht und in weiteren Verfahren zugelassen werden, hieß es. Dafür sei ein Planfeststellungsverfahren mit Umweltverträglichkeitsprüfung und die Beteiligung der Öffentlichkeit notwendig. Diese Verfahren liefen bereits parallel.

Umweltschützer warnen vor Folgen

Das Feld liegt den Angaben zufolge gut 25 Kilometer vor der Küste der ostfriesischen Insel Borkum unmittelbar an der Grenze zum niederländischen Sektor. Umweltschutzverbände hatten erst vor Kurzem die Vorhaben scharf kritisiert und vor erheblichen Schaden am Ökosystem Wattenmeer gewarnt.

Die Bewilligung ist laut dem Landesamt bis zum 31. Dezember 2042 gültig. Sie ende jedoch vorzeitig am Ende des Jahres, in dem es in Deutschland keine einheimische Nachfrage nach Erdgas mehr gibt. Damit werde der Klimaschutzentscheidung des Bundesverfassungsgerichts und dem Klimaschutzgesetz Rechnung getragen.

Ebbe am Hauptstrand vor Borkum.

Vor Borkum darf künftig Erdgas gefördert werden

Bild: DPA | Zoonar | W. Wirth

Weitere Informationen:

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 2. August 2022, 18 Uhr