Licht aus in der City? Bremen erarbeitet Energiespar-Maßnahmen

Liebfrauenkirche Bremen
Viele Städte schalten nachts bereits die Beleuchtung an öffentlichen Gebäuden ab, so etwa am Kölner Dom. In Bremen bleibt bislang alles beleuchtet. Bild: DPA | Peter Schickert
  • Bremen entwickelt Vorsorgeplan zum Strom- und Energiesparen
  • Senat hat spezielle Koordinierungsstelle eingerichtet
  • Andere Städte sparen schon Strom und Gas

Während viele Städte bereits Maßnahmen zum Energiesparen beschlossen haben, arbeitet Bremen noch an einem Plan. Wie ein Sprecher der Senatskanzlei buten un binnen mitteilte, werde in der Senatskanzlei aktuell eine spezielle Koordinierungsstelle aufgebaut. Unter Beteiligung aller senatorischen Behörden solle diese in den kommenden Wochen einen Vorsorgeplan für das Land Bremen entwickeln. In dem Plan soll festgehalten werden, wo in Bremen Energie eingespart oder auf andere Energiequellen umgesteuert werden kann, hieß es.

Es sei wenig hilfreich, in der Krise nur möglichst schnell Maßnahmen zu verkünden, fügte der Sprecher hinzu.

Wir verschaffen uns ein seriöses Faktengerüst für konkrete Entscheidungen, anstatt voreilige Maßnahmen zu verkünden, die letztlich keine zielgerichtete Wirkung entfalten.

Pressesprecher der Senatskanzlei Bremen

Bremerhaven hat konkrete Pläne

Die Stadt Oldenburg spart bereits Energie und Strom. In öffentlichen Gebäuden wurde das Warmwasser fürs Händewaschen abgestellt, in Klassenzimmern, Kitas und Verwaltungsbüros darf nur noch auf höchstens 20 Grad geheizt werden.

Auch Bremerhaven kündigte jüngste erste Energiespar-Pläne an. Darin enthalten ist die Absenkung der Raumtemperatur in Schulen und anderen öffentlichen Gebäuden. In den städtischen Sporthallen soll das Warmwasser bis auf einige Ausnahmen bis zum Ende der Sommerferien abgestellt werden. Die Bremerhavener Schwimmbäder hatten schon im Mai die Wassertemperatur um ein Grad gesenkt.

Zusätzlich schraubt Bremerhaven an der Straßenbeleuchtung, an der zum Teil schon gespart werde, teilte ein Sprecher des Magistrats mit. Auch habe Oberbürgermeister Grantz darum gebeten, den Radarturm nachts nicht mehr anzustrahlen. Weitere öffentliche Gebäude, die in der Nacht angestrahlt würden, gebe es in Bremerhaven nicht. Auch das Warmwasser auf den Toiletten der städtischen Gebäude sei bereits seit Jahren abgeschaltet, sagte ein Sprecher.

Vorbild für Bremen? So spart die Stadt Oldenburg Energie

Bild: Radio Bremen