Drogenhandel im großen Stil? Nächster Bremer Encrochat-Prozess beginnt

Ein Paket Kokain.
Bild: DPA | Bernd Thissen
  • 31-Jähriger wegen Drogenhandels angeklagt
  • Der Bremer soll Kokain und Cannabis importiert haben
  • In zwölf Bremer Encrochat-Verfahren gibt es bereits Urteile

Vor dem Bremer Landgericht muss sich jetzt ein 31-Jähriger wegen Drogenhandels im großen Stil verantworten. Der in Bremen geborene Angeklagte soll zwischen April und Juni 2020 größere Mengen Kokain und Cannabis nach Deutschland eingeschleust haben.

Die Drogen sollen unter anderem aus Spanien kommen und einen Wert von mehr als 1,1 Millionen Euro haben. Das Gericht plant elf Verhandlungstage. Anfang Juli könnte das Urteil fallen.

Insgesamt 19 Encrochat-Verfahren in Bremen

Die Abwicklung der illegalen Geschäfte lief über verschlüsselte Mobiltelefone des Anbieters Encrochat. Allerdings knackten französische Ermittler im Frühjahr 2020 die Verschlüsselung. Sie übergaben die Daten an die deutsche Justiz und brachten damit viele Ermittlungen ins Rollen.

Allein in Bremen sind deshalb 19 Gerichtsverfahren eingeleitet worden. In zwölf Fällen sind bereits Urteile gesprochen, teilweise mit langen, mehrjährigen Haftstrafen für die Angeklagten.

Warum die Encrochat-Prozesse eine Mammutaufgabe für die Justiz sind

Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau am Morgen, 30. März 2022, 7 Uhr