Mit diesen Maßnahmen will Bremen Elektroschrott vermeiden

Zahlreiche Platinen in verschiedenen Farben liegen in einer Kiste.

So will Bremen die Reparatur von Elektrogeräten möglich machen

Bild: DPA | Hauke-Christian Dittrich
  • Bremen will Service für Reparaturen von Elektrogeräten ausbauen
  • Bürgerschaft beschließt Antrag von Regierungskoalition
  • Landesregierung will sich für Mehrwertsteuersenkung bei Reparaturen einsetzen

Im Kampf gegen Elektroschrott soll in Bremen der Service für die Reparatur von Geräten ausgebaut werden. Das hat die Bremische Bürgerschaft beschlossen. Die FDP hat sich enthalten und verweist auf schon gefasste Beschlüsse der Bundesregierung zu diesem Thema. Mehrere AfD-Abgeordnete haben die Pläne abgelehnt.

Elektrogeräte zu reparieren sei ökologisch und wirtschaftlich sinnvoll, sagte der Linken-Abgeordnete Nelson Janßen. Für Neuanschaffungen brauche es ständig neue Rohstoffe und dies belaste die Umwelt. Das sehen auch die Grünen so. Deren Umweltpolitiker Ralph Saxe sagte, man müsse raus aus der Wegwerfgesellschaft.

Rund 20 Kilo Elektroschrott pro Jahr und pro Mensch

Laut Bundesumweltministerium produziert jeder Mensch in Deutschland im Schnitt 20 Kilo Elektroschrott pro Jahr. Der Senat soll deshalb prüfen, inwieweit gut erreichbare Zentren in Bremen und Bremerhaven für Reparaturen geschaffen werden können – in Zusammenarbeit beispielsweise mit regionalen Handwerkern oder Recyclingbörsen. Außerdem sollen die Preise für den Service sinken.

Die Bremer Landesregierung soll sich im Bund für eine Mehrwertsteuersenkung bei kleineren Reparaturen von derzeit 19 Prozent auf dann sieben Prozent einsetzen.

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Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Nachrichten, 11. Mai 2022, 8 Uhr