Endgültiges Aus für Elbfähre zwischen Cuxhaven und Brunsbüttel

Vor einer Fähre fliegen zwei Vögel.
Bild: DPA | Sina Schuldt
  • Fährbetrieb zwischen Cuxhaven und Brunsbüttel endgültig eingestellt
  • Unternehmen hatte Ende November Insolvenz angemeldet
  • Versuche, Corona-Hilfen zu bekommen, scheiterten

Die Elbefähre zwischen Cuxhaven in Niedersachsen und Brunsbüttel in Schleswig-Holstein stellt endgültig ihren Betrieb ein. Das hat das Unternehmen Elbferry am heutigen Mittwoch mitgeteilt. Zuvor waren Versuche, Corona-Hilfen zu bekommen, gescheitert. Aus Sicht des Landes Schleswig-Holstein – wo Elbferry seinen Sitz hat – waren die Vorgaben nicht erfüllt, da die Einschränkungen zum Neustart der Fähre bereits bekannt gewesen seien. Außerdem bezweifelte das Land offenbar, dass die Fähre dauerhaft wirtschaftlich betrieben werden kann.

Der Cuxhavener Oberbürgermeister Uwe Santjer (SPD) kritisierte, dass keine Corona-Hilfen gezahlt wurden. Aus seiner Sicht wären die Voraussetzungen erfüllt gewesen. Zuvor hatte Elbferry-Geschäftsführer Heinrich Ahlers gesagt, es sei vor Betriebsstart nicht abzusehen gewesen, dass im Frühjahr 2021 keine volle Auslastung auf der Verbindung möglich sein werde.

Die Fähre hatte ihren Betrieb am 1. März aufgenommen. Wegen der Corona-Beschränkungen war das Geschäft zu Ostern und Pfingsten nicht so wie von den Betreibern erhofft angelaufen. In den vergangenen Jahren hatte es mehrfach Versuche gegeben, die Fähre wiederzubeleben, sie scheiterten allerdings.

Rückblick: So lief die erste Fahrt der neuen Elbfähre "Greenferry"

Bild: Radio Bremen

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 15. Dezember 2021, 15 Uhr