SPD und Grüne wollen Bürgerschaftsdebatte um Frauen bei Eiswettfest

  • Solange keine Frauen eingeladen werden, sollen Vertreter der Stadt nicht mehr am Fest teilnehmen
  • CDU sieht keinen Grund zur Debatte
  • Bürgermeisterin Linnert durfte im Januar nicht teilnehmen
Zu sehen sind die eingeladenen Männer des Eiswettfestes von oben.
Bisher sind beim Eiswettfest nur Männer eingeladen.

Der Streit um die Teilnahme von Frauen bei der Bremer Eiswette soll Thema in der Bürgerschaft werden. SPD und Grüne haben gemeinsam einen entsprechenden Antrag eingereicht. Männliche Vertreter von Senat, Bürgerschaft und Verwaltung in Bremen sollten nur noch an der Eiswette teilnehmen, wenn auch Frauen bei der Veranstaltung zugelassen sind. Der Antrag kann frühestens in der kommenden Bürgerschaftssitzung Ende Februar beraten werden.

Bisher werden von den Veranstaltern nur Männer eingeladen, was im Januar zu bundesweiter Kritik geführt hatte. Als Bürgermeister Carsten Sieling (SPD) aus terminlichen Gründen passen musste, wurde seine Vertreterin Karoline Linnert (Grüne) nicht als Ersatz eingeladen. Der Grund: Sie ist kein Mann. Stattdessen nahm Bremerhavens Oberbürgermeister Melf Grantz (SPD) teil.

Während SPD und Grüne eine Debatte in der Bürgerschaft fordern, sieht die Bremer CDU keinen Anlass. Die Eiswette sei eine private Veranstaltung und damit Sache der Veranstalter und nicht der Politik.

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Dieses Thema im Programm: Bremen Vier, Vier News, 11. Februar 2019, 16 Uhr