DGB rechnet vor: Bremen entgeht enorm viel Geld durch Lohn-Dumping

DGB rechnet vor: Bremen entgeht enorm viel Geld durch Lohn-Dumping

Video vom 28. Oktober 2021
Viele Stapel aus 50 Euro-Scheinen.
Bild: DPA | Deutsche Bundesbank
Bild: DPA | Deutsche Bundesbank
  • DGB: Niedrige Löhne drücken Einnahmen
  • Weniger Einkommensteuer und Sozialabgaben im Land Bremen
  • Gewerkschaft: Landesaufträge nur noch für Firmen mit Tarif

Nach Berechnungen des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) entgehen dem Land Bremen durch Tarifflucht und zu geringe Löhne pro Jahr mehr als 300 Millionen Euro. Dies geht laut DGB aus Zahlen des Statistischen Bundesamts hervor.

Würden die Beschäftigten in Bremen und Bremerhaven alle nach Tarif bezahlt, würde das Land Bremen demnach pro Jahr etwa 113 Millionen Euro mehr Einkommensteuer einnehmen und hätte fast 200 Millionen Euro mehr an Beiträgen für die Sozialversicherung. Vollzeitbeschäftigte in Bremen, die nicht nach Tarif bezahlt werden, haben demnach im Jahresdurchschnitt mehr als 1.500 Euro weniger in der Tasche.

Bremens DGB-Vorsitzende Annette Düring sagte, dieses Geld fehle beispielsweise für den sozialen Ausgleich und in der Bildung. Der Gewerkschaftsbund fordert deshalb, dass Bund, Länder und Gemeinden öffentliche Aufträge nur an Unternehmen vergeben, die ihre Beschäftigten nach Tarif bezahlen. Die kommende Bundesregierung müsse zudem die allgemeine Tarifbindung stärken.

Audio vom 28. Oktober 2021
Ein Hand mit dreckigem Handschuh hält 20-Euro-Scheine.
Bild: Imago | serienlicht
Bild: Imago | serienlicht

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau am Morgen, 28. Oktober 2021, 7 Uhr