3.000 Menschen demonstrieren in Bremen gegen den Ukraine-Krieg

Bild: Radio Bremen
  • Breites Bündnis organisiert Kundgebung auf dem Bremer Domshof
  • Demonstranten kritisieren russischen Angriff auf die Ukraine
  • In Bremerhaven protestieren 300 Menschen in Solidarität mit der Ukraine

Auf dem Bremer Domshof haben bis zu 3.000 Menschen gegen den russischen Angriff auf die Ukraine demonstriert. Das teilte die Polizei mit. Ein breites, überparteiliches Bündnis hatte zu der Kundgebung aufgerufen.

"Nie wieder Krieg", "Putin go home", "Solidarität mit der Ukraine" stand auf Transparenten. Viele Demonstranten hatten ukrainische Flaggen oder Friedensfahnen mitgebracht. "Man ist beklommen, man ist erschüttert und hat auch ein bisschen Angst. Auf einmal ist alles sehr nah", sagte Bremens DGB-Chef Ernesto Harder. Eine in Bremen lebende Ukrainerin nannte den russischen Präsidenten Putin in ihrer Rede einen Kriegsverbrecher und blutigen Tyrannen, der gestoppt werden müsse. Und sie appellierte an Deutschland und Europa ihrem Land zu helfen – wenn nicht militärisch, dann mit harten Sanktionen gegen Russland. Dazu gehöre auch ein Ausschluss aus dem Zahlungssystem Swift, sagte sie unter dem Applaus vieler Demonstranten. Die Bundesregierung lehnt das bislang ab.

Im Anschluss an die Kundgebung auf dem Domshof fand auf dem Marktplatz noch eine Friedensandacht statt. In ganz Bremen läuteten dazu zeitgleich zehn Minuten lang die Glocken.

Protest zuerst in Bremerhaven

Rund 300 Menschen hatten bereits gegen 15 Uhr in Bremerhaven vor der Großen Kirche in der Innenstadt eine Mahnwache zum Krieg in der Ukraine abgehalten. Für den Nachmittag hatten SPD, CDU, FDP, Die Grünen und der Deutsche Gewerkschaftsbund dazu aufgerufen. Bremerhavens Oberbürgermeister Melf Grantz (SPD) verurteilte den russischen Angriff der Ukraine scharf. Das sei reine Willkür und durch nichts zu rechtfertigen. Bremerhaven bereite sich bereits darauf vor, Geflüchtete aus der Ukraine aufzunehmen. Bis Mitternacht soll die Große Kirche in Bremerhaven mit den Farben der Ukrainischen Flagge angestrahlt werden.

Osteuropa-Expertin Beck appelliert an die Bundesregierung

Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: buten un binnen um sechs, 25. Februar 2022, 18 Uhr