Mercedes schickt bis zu 9.000 Bremer Beschäftigte wieder in Kurzarbeit

Eine Frau montiert (Archivbild)

Mercedes schickt bis zu 9.000 Bremer Beschäftigte wieder in Kurzarbeit

Bild: DPA | Sebastian Gollnow
  • Rund drei Viertel der Belegschaft ab Sonntag in Kurzarbeit
  • Grund soll ein Lieferengpass bei Halbleitern sein
  • Kurzarbeitsregelung gilt wohl bis 3. Juli

Die Mercedes-Benz-Group AG schickt kommende Woche bis zu 9.000 Beschäftigte des Bremer Werks in Kurzarbeit. Das hat buten un binnen aus Belegschaftskreisen erfahren. Demnach steckt hinter der Maßnahme ein kurzfristiger Lieferengpass bei sogenannten Halbleitern, heißt es in einem betriebsinternen Schreiben. Halbleiter sind Computerchips, die unterschiedliche Prozesse im Fahrzeug steuern.

Laut dem Schreiben, das Werksleitung und Betriebsratsspitze unterzeichnet haben, gilt die Kurzarbeitsregelung ab dem 26. Juni bis einschließlich 3. Juli. Darüber hinaus ist von "weiteren Anpassungen" die Rede, die zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben werden sollen.

Das Werk in Sebaldsbrück hat seit Ausbruch der Pandemie immer wieder mit Lieferengpässen zu kämpfen. Auch andere Autobauer mussten immer wieder ihre Produktion drosseln oder ganz einstellen.

Im Bremer Mercedes-Werk arbeiten rund 12.500 Menschen. Der Autobauer ist damit der größte private Arbeitgeber der Stadt.

Rückblick August 2021: "Die Beschäftigten sind richtig genervt"

Bild: Radio Bremen

Mehr zum Thema:

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 22. Juni 2022, 19 Uhr