Infografik

So wirkt sich Omikron auf die Corona-Lage in Bremen aus

Eine ältere Frau mit grauen schulterlangen Haaren wird von einer Person mit blauen Handschuhen geimpft.

Gesundheitsbehörde meldet fast 2000 neue Infektionen im Land Bremen

Bild: Imago | Action Pictures

Wegen der vielen Corona-Fälle können Bremens Gesundheitsämter viele Daten nicht mehr erheben. Gute Nachricht: Die hohe Booster-Quote bei Senioren zahlt sich offenbar aus.

Omikron beherrscht das Land Bremen. Der Anteil dieser Variante am Corona-Infektionsgeschehen im Zwei-Städte-Staat liegt inzwischen bei über 96 Prozent. So steht es im "Wochenbericht SARS COV-2" (Stand: 20. Januar), den das Bremer Gesundheitsressort jetzt veröffentlicht hat.

Das Ressort stützt sich dabei auf eine Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI). Und das muss es auch. Denn das eigene Testen der Virusvarianten hat Bremen bereits eingestellt. Auch, um auf diese Weise PCR-Tests einzusparen, wie es in dem Wochenbericht heißt.

Omikron ist omnipräsent

Die Auswirkungen der hochansteckenden Omikron-Variante spiegeln sich allerdings auch ohne eigene Tests der Virusvarianten deutlich in diversen Kennzahlen des Berichts wider, etwa in der hohen 7-Tage-Inzidenz der Neuinfizierten, wie sie typisch für die hochansteckende Omikron-Variante ist.

Sie liegt in der Stadt Bremen schon seit dem 8. Januar im vierstelligen Bereich und steigt in Bremerhaven langsam, aber stetig an. Doch Omikron spricht sogar aus dem, was dem aktuellen Bremer Wochenbericht fehlt.

Keine Informationen zum Impfstatuts der Infizierten

So schlüsselt das Gesundheitsressort die 7-Tage-Inzidenz inzwischen nicht mehr nach dem Impfstatuts der Infizierten auf, wie noch bis in den Dezember. "Das ist einfach nicht mehr zu leisten, bei diesen hohen Fallzahlen", erklärt Lukas Fuhrmann, Sprecher des Ressorts. Schließlich gebe es kein Impfregister, in dem man die entsprechenden Zahlen einfach ablesen könnte.

Wir müssten den Impfstatus bei jedem Infizierten einzeln abfragen.

Der Pressesprecher der Gesundheitssenatorin Lukas Fuhrmann im Interview.
Lukas Fuhrmann, Sprecher des Bremer Gesundheitsressorts

Auch fehlt in dem aktuellen Wochenbericht die – lange Zeit obligatorische – "Zuordnung der Neuinfektionen zu einrichtungsbezogenen Ausbrüchen und Clustern", jedenfalls für die Stadt Bremen.

"Wenn die Zahlen wieder sinken und es wieder machbar ist, diese Tabellen zu erstellen, werden wir sie auch wieder in den Wochenberichten aufnehmen", sagt Fuhrmann dazu. Im Moment aber sei es kaum möglich, die vielen Neuinfektionen den Ausbrüchen in einzelnen Einrichtungen zuzuordnen. 

"Lage in Krankenhäusern stabil"

Trotz der hohen Infektionszahlen im Land Bremen finden sich in dem aktuellen Wochenbericht "Sars Cov-2" des Gesundheitsressorts aber auch ermutigende Aspekte. So betont Ressort-Sprecher Lukas Fuhrmann, dass es bei den Zahlen zur Hospitalisierung von Corona-Patientinnen und Patienten in Bremen trotz der gestiegenen Fallzahlen bislang kaum Veränderungen gibt. 

Konkret lagen dem Wochenbericht zufolge am 20. Januar 159 Corona-Patienten auf den Normalstationen der Krankenhäuser des Landes Bremen. Das sind vier Patienten mehr als in der Woche zuvor. Auf den Intensivstationen lagen 28 Patientinnen und Patienten. Das sind drei weniger als in der Vorwoche. "Die Lage in den Krankenhäusern ist stabil", sagt Fuhrmann dazu.

Bremer Senioren mit gutem Impfschutz

Die stabile Lage in Bremens Krankenhäusern trotz hoher Infektionszahlen könnte auch darauf zurückzuführen sein, dass die 7-Tage-Inzidenzen der Neuinfektionen im Land Bremen speziell bei den vulnerablen Über-60-jährigen viel niedriger sind als bei jungen Bevölkerungsgruppen, die weniger anfällig für schwere Krankheitsverläufe sind. Fuhrmann führt dies auch darauf zurück, dass mittlerweile etwa 80 Prozent aller Über-60-jährigen im Land Bremen eine Auffrischungsimpfung erhalten hätten. "Das hilft uns jetzt sehr", betont der Sprecher des Gesundheitsressorts.

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 21. Januar 2022, 18 Uhr