In Bremerhaven gilt jetzt Warnstufe 3

Der Hafenschlepper "Stier" steht im Museumshafen vom Deutschen Schifffahrtsmuseum.
Bild: DPA | Sina Schuldt
  • Auch Bremerhaven wechselt in Corona-Warnstufe 3
  • In Bremen und Bremerhaven gelten jetzt dieselben Regeln
  • 2G-Plus-Regel fällt weg

Auch in Bremerhaven gilt ab sofort die Corona-Warnstufe 3. In der Stadt Bremen gilt sie schon seit Montag. Damit entfällt auch in Bremerhaven die 2G-Plus-Regel in der Gastronomie, in Kultur- und Freizeiteinrichtungen, beim Indoor-Sport, bei körpernahen Dienstleistungen und bei Hotelübernachtungen.

In den genannten Bereichen gilt jetzt 2G. Das heißt, dass Besucherinnen und Besucher hier nur noch nachweisen müssen, dass sie doppelt geimpft sind, ein aktueller Corona-Test ist dann nicht mehr notwendig. In Bars gilt – wie bisher – 2G-Plus. Discos, Clubs und Festhallen bleiben dagegen geschlossen. Im Unterschied zu Bremen bleibt die 3G-Regel bei Behördengängen aber bestehen, außerdem gilt hier die Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske.

Betriebe können dennoch strengere Regeln festlegen

Schon seit vorigem Donnerstag gibt es in Bremen und Bremerhaven keine 2G-Beschränkungen mehr im Einzelhandel. Pflicht ist weiterhin eine FFP2-Maske. Außerdem ist im Land Bremen die Verpflichtung zur Kontakterfassung wie zum Beispiel in Restaurants, Cafés oder bei Kulturveranstaltungen weggefallen. Der Magistrat weist aber darauf hin, dass jeder Betrieb, wenn er es für sinnvoll hält, strengere als die in der Warnstufe 3 festgelegten Regeln umsetzen kann.

Mit der Ministerpräsidentenkonferenz an diesem Mittwoch könnte das Warnstufen-Modell in Bremen und Bremerhaven aber hinfällig werden. Bremens Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard (Linke) hatte schon in der vergangenen Woche gesagt, dass die Bremer Corona-Regeln vereinfacht werden müssen. Und inzwischen ist klar, dass Bund und Länder einen Stufen-Öffnungsplan diskutieren werden. Dieser sieht vor, dass die bestehenden Corona-Beschränkungen bis Mitte März in drei Stufen gelockert werden.

Gesundheitssenatorin: "Pandemie geht in neue Phase über"

Mit der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK), die am Nachmittag beginnt, könnte das Bremer Warnstufen-Modell allerdings hinfällig werden. Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) und Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard (Linke) hatten zuletzt angekündigt, dass das System nach der Bund-Länder-Runde möglicherweise grundlegend überholt und an die neuen Beschlüsse angepasst werden muss.

Nach der Einschätzung Bernhards geht die Pandemie aktuell in eine neue Phase über: "Wir werden in den kommenden Wochen eine Lockerung von Beschränkungen im öffentlichen Leben erleben werden. Das ist richtig und auch wichtig. Aber gleichzeitig dürfen wir nicht den Fehler machen und uns in falscher Sicherheit wiegen." Neue Varianten könnten erneut auftreten, auch bei niedrigeren Fallzahlen seien die Gesundheitsämter weiterhin gefragt, vulnerable Einrichtungen zu schützen, sagte Bernhard.

Welche Corona-Lockerungen in Bremen bald kommen könnten

Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau am Morgen, 16. Februar 2022, 7 Uhr