Fragen & Antworten

Was Bremer tun sollten, wenn die Corona-Warn-App Alarm schlägt

Corona-Warn-App zeigt ein erhöhtes Risiko an (Archivbild)
Ein Bild, an das sich wohl niemand gewöhnen möchte: Die Corona-Warn-App des Robert Koch-Insituts warnt einen Nutzer vor einem erhöhten Risiko. Bild: DPA | Zacharie Scheurer


Immer öfter meldet die Corona-Warn-App: "Erhöhtes Risiko". Bundesweit steigen die Corona-Zahlen. Gesundheitsressort und RKI sagen, wie sich betroffene Bremer verhalten sollten.

Zwar infizieren sich in Bremen und Bremerhaven derzeit weniger Menschen neu mit dem Coronavirus als in anderen Regionen Deutschlands. Auch ist die Impfquote mit fast 80 Prozent vollständig Geimpfter in Bremen bundesweit Spitze. Trotzdem schlägt auch bei uns die Corona-Warn-App des Robert Koch-Instituts immer öfter Alarm. Auch, weil immer mehr Personen die App nutzen. Über 32 Millionen Mal wurde sie inzwischen heruntergeladen. Wir erklären, was zu tun ist, wenn uns die Corona-Warn-App auf ein "Erhöhtes Risiko" hinweist.

Wie verhalte ich mich, wenn meine Corona-Warn-App ein erhöhtes Risiko anzeigt?
Wenn ich eine rote Warnung erhalte, hatte ich in den vergangenen 14 Tagen mindestens eine Begegnung mit einer später positiv getesteten Person. Wegen der Dauer und der Nähe des Kontakts hat die Corona-Warn-App ein erhöhtes Risiko für eine Ansteckung ermittelt.

Das Robert Koch-Institut (RKI) bittet mich nun, meine persönlichen Kontakte zu reduzieren sowie in der hausärztliche Praxis oder beim Gesundheitsamt anzurufen. Die Ärztin oder der Arzt werde dann nach Symptomen, relevanten Kontakten, möglichen Hinweisen auf Risiken fragen und dann entscheiden, ob ich getestet werden sollte.
Berücksichtigt die App bei der Bewertung meines persönlichen Risikos, ob ich geimpft bin oder nicht?
Nein, das macht sie nicht. Zwar mindere die Impfung das Risiko einer Ansteckung in erheblichem Maße, schließe sie aber nicht aus, argumentiert das RKI. Aus diesem Grund soll die App auch künftig nicht zwischen geimpften und ungeimpften Nutzern unterscheiden.
Habe ich, wenn mich die App auf ein erhöhtes Risiko hinweist, einen Anspruch auf einen kostenlosen Test und – falls ja – auf was für einen?
Wenn ich eine rote Warnung über die Corona-Warn-App erhalten habe, habe ich Anspruch auf einen kostenlosen PCR- oder Antigentest in einem öffentlichen Testzentrum, erklärt das RKI.
Wie Lukas Fuhrmann, Sprecher des Gesundheitsressorts, mitteilt, kommen für diese kostenlosen Tests derzeit fünf vom Land Bremen beauftragte Anlaufstellen infrage:
– das Covid-19 Testcenter Airport Bremen
– das Covid-19 Schnelltestcenter Vegesack
– das Covid Zentrum
– das MVZ Bremen-Mitte
– die Corona-Anlaufpraxis in Bremerhaven
Die Adressen, die Öffnungszeiten und weitere Informationen zu diesen und anderen Testzentren stehen auf dieser Website.
Was mache ich, wenn ich negativ getestet werde, was wenn ich positiv getestet werde?
Wenn ich nach einer roten Warnung durch die Corona-Wan-App negativ getestet werde, so ändert sich für mich im Grunde nichts. Ich sollte nur weiterhin vorsichtig sein und die bekannten Hygieneregeln befolgen.

Wenn ich positiv auf das Coronavirus getestet werde, muss ich nach Vorgabe des Infektionsschutzgesetzes in Quarantäne. Diese dauert 14 Tage, gerechnet vom Tag des positiven Testergebnisses, teilt das RKI mit. Nach 14 Tagen wird erneut getestet. Diese beiden Tests sind für mich kostenlos.
Kann ich die Zeit der Quarantäne abkürzen, indem ich mich freiteste?
Nein, zumindest nicht in Bremen, sagt Lukas Fuhrmann, Sprecher des Gesundheitsressorts.

In anderen Bundesländern kann ich dagegen, sofern ich symptomlos bin, fünf Tage nach dem positiven Testergebnis auf eigene Kosten einen weiteren PCR-Test machen. Ist dieser negativ, hebt das Gesundheitsamt die Quarantäne auf.
Wie schnell könnten die Gesundheitsämter in Bremen und Bremerhaven meine Kontaktpersonen derzeit warnen, wenn ich mich tatsächlich infiziert haben sollte?
Laut Gesundheitsressort-Sprecher Lukas Fuhrmann warnen Bremens Gesundheitsämter alle Kontaktpersonen Infizierter binnen 24 Stunden. Voraussetzung sei allerdings, dass die Ämter überhaupt von diesen Kontakten erführen.

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Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 8. November 2021, 19:30 Uhr