Fragen & Antworten

Diese Corona-Regeln gelten ab April in Bremen und Bremerhaven

Ein Mann mit schwarzer Jacke trägt eine medizinische Mask ein den Händen.

Auch Bremen lockert jetzt die Corona-Maßnahmen ab April deutlich

Bild: Imago | Michael Gstettenbauer

Ab 2. April sollen in Bremen und Bremerhaven viele Corona-Beschränkungen wegfallen. Wir erklären, welche Regeln von da an noch gelten – und welche nicht mehr.

Weniger Tests, weniger Masken und kaum noch G-Regeln: Ab 2. April gelten im Land Bremen neue Corona-Basisregeln. Was ist von da an noch gültig und was nicht mehr? Wir beantworten die wichtigsten Fragen, die uns Nutzerinnen und Nutzer aus Bremen und Bremerhaven gestellt haben.

In welchen Bereichen gelten die G-Regeln noch?
In Arztpraxen, Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen sowie ähnlichen Einrichtungen haben auch nach dem 2. April weiterhin nur Menschen Zutritt, die entweder geimpft, genesen oder getestet sind. Gleiches trifft auf Justizvollzugsanstalten, Abschiebehafteinrichtungen, Maßregelvollzugseinrichtungen zu sowie auf andere Abteilungen oder Einrichtungen, wenn und soweit dort dauerhaft freiheitsentziehende Unterbringungen erfolgen. Insbesondere betroffen sind psychiatrische Krankenhäuser, Heime der Jugendhilfe oder für Senioren, sagte Diana Schlee, die Sprecherin des Gesundheitsressorts.
Kann ein Supermarkt, eine Arztpraxis oder ein Gastrobetrieb trotzdem auf die Einhaltung der G-Regel bestehen?
Ja, denn sowohl Gastronomie als auch Einzelhandel oder Arztpraxen können von ihrem Hausrecht Gebrauch machen und eigene Schutzmaßnahmen ergreifen. Dazu gehören die G-Zugangsbeschränkungen, Abstandsregeln oder eine Maskenpflicht.
3G in Bus und Bahn – das gilt doch nicht mehr, oder?
Genau, die 3G-Regel in Zügen der Deutschen Bahn gilt schon seit vergangenem Sonntag nicht mehr. Dies wurde durch das Bundesrecht geregelt. Der Verkehrsverbund Bremen/Niedersachsen (VBN) hat die 3G-Regel ab 19. März in Niedersachsen und ab 22. März in Bremen ausgesetzt.
Und was gilt am Arbeitsplatz?
Am Arbeitsplatz gilt die 3G-Regel nicht mehr. Dennoch ist der Arbeitgeber dazu verpflichtet, eine betriebliche Gefährdungsbeurteilung durchzuführen. Um seine Arbeitnehmer zu schützen, kann es aber erforderlich sein, weiterhin Schutzmaßnahmen umzusetzen. Dazu können die Maskenpflicht auf den Gängen und Abstandsregeln sowie die Möglichkeit der Heimarbeit zählen. Weitere Infos dazu finden Sie hier.
In welchen Bereichen gilt noch die Maskenpflicht?
Die Maskenpflicht gilt nur noch in drei Bereichen. Und zwar in Bus und Bahn, in Einrichtungen wie Arztpraxen und Krankenhäusern sowie in Gemeinschaftsunterkünften für Obdachlose und Asylbewerber. Im Einzelhandel oder in der Gastronomie gibt es dann keine Maskenpflicht mehr. Die Unternehmen können aber eigene Hausregeln aufstellen.
Welche Maske muss getragen werden?
Alle Personen ab sechs Jahren erfüllen die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung durch eine OP- oder FFP2-Maske oder einer Maske mit gleichwertigem Schutzniveau. Atemschutzmasken mit Ventil sind weiterhin nicht zulässig.
Was bedeutet die Testpflicht an Schulen?
Die Schüler müssen sich dreimal in der Woche testen. Auch Lehrkräfte müssen sich testen, sofern sie weder geimpft noch genesen sind, so das Gesundheitsressort. Generell sind von der Testpflicht Menschen ausgenommen, die vollständig geimpft oder genesen sind. Als vollständig geimpft gilt, wer zweifach geimpft ist. Ab Oktober ist hierfür eine dritte Impfung notwendig.
Und wie sieht es mit Kindertagesstätten aus?
Auch Kita-Kinder müssen dreimal in der Woche getestet werden. Ob diese Tests in der Einrichtung oder von den Eltern zu Hause durchgeführt werden, ist den Trägern der Kindertagespflegeeinrichtungen überlassen. Es bleibt also wie gehabt: Entweder testet das Kita-Personal oder die Eltern zu Hause und übermitteln das negatives Ergebnis an die Kita.

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Autorin

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Nachrichten, 22. März 2022, 16 Uhr