In der Stadt Bremen gilt jetzt Warnstufe 3

Passanten laufen durch die Innenstadt. Die Ansteckungsrate im Bundesland Bremen steigt wegen der Omikron-Welle des Coronavirus immer weiter an.
Bild: DPA | Sina Schuldt

Diese Regeln gelten aktuell in Bremen, Bremerhaven und umzu. Im Laufe der Woche kommen wohl weitere Veränderungen auf die Bremerinnen und Bremer zu.

In der Stadt Bremen gilt jetzt die Warnstufe 3. Das heißt, dass die 2G-Plus-Regeln in der Gastronomie, in Kultur- und Freizeiteinrichtungen bei Krankenhausbesuchen, beim Indoor-Sport, bei körpernahen Dienstleistungen und bei Hotelübernachtungen wegfallen. In diesen Bereichen gilt jetzt 2G. Das heißt, dass Besucherinnen und Besucher hier nur noch nachweisen müssen, dass sie doppelt geimpft sind. In Bars gilt – wie bisher – 2G-Plus. Discos, Clubs und Festhallen bleiben dagegen geschlossen. Für Behördengänge entfällt die 3G-Regel in Bremen. Wer einen Termin in der Verwaltung hat, braucht keinerlei Impf- oder Test-Nachweise, muss aber weiterhin eine FFP2-Masken tragen.

Schon seit vorigem Donnerstag gibt es in Bremen und Bremerhaven keine 2G-Beschränkungen mehr im Einzelhandel. Pflicht ist weiterhin eine FFP2-Maske. Außerdem ist im Land Bremen die Verpflichtung zur Kontakterfassung wie zum Beispiel in Restaurants, Cafés oder bei Kulturveranstaltungen weggefallen.

Warnstufe 4 in der Stadt Bremerhaven

Der Bremerhavener Magistrat ist bei der Änderung der Warnstufe nicht mitgezogen. So bleibt es bei Warnstufe 4 in Bremerhaven. Es gelten also weiterhin die 2G-Plus-Regeln in Restaurants, in Kultur- und Freizeiteinrichtungen, beim Indoor-Sport und in Bars, bei Krankenhausbesuchen, bei körpernahen Dienstleistungen und bei Hotelübernachtungen. Besucherinnen und Besucher brauchen auch weiterhin entweder zwei Impfungen und einen aktuellen negativen Testnachweis oder den Nachweis einer Booster-Impfung. Discos, Clubs und Festhallen bleiben auch hier geschlossen. In Bremerhavener Behörden gilt weiterhin die 3G-Regel.

"Winterruhe" und Warnstufe 3 in Niedersachsen

Die Flagge des Landes Niedersachsen weht im Wind.
Niedersachsen hat teilweise andere Corona-Regeln als Bremen. Bild: Imago | Future Image

Auch Niedersachsen ist in der Warnstufe 3, die ist dort aber anders ausgestaltet als in Bremen und Bremerhaven. So gilt in Niedersachsen für körpernahe Dienstleistungen 3G und nicht wie in Bremen 2G oder Bremerhaven 2G-Plus. Alle Veranstaltungen in Niedersachsen – egal ob drinnen oder draußen – dürfen im Moment nur unter 2G-Plus-Auflagen stattfinden. Auch in Restaurants, Hotels, bei Kulturveranstaltungen und dem Indoor-Sport gilt 2G-Plus. Generell gelten FFP2-Maskenpflicht und die Abstandsregeln. Clubs und Discos dürfen auch in Niedersachsen nicht öffnen: Tanzveranstaltungen sind zurzeit nicht erlaubt.

Das gilt für Zusammenkünfte und Veranstaltungen

Ob Niedersachsen oder das Land Bremen: Grundsätzlich dürfen sich maximal drei Ungeimpfte aus zwei Haushalten oder zehn Geimpfte zu privaten Zusammenkünften oder Feiern treffen. An Veranstaltungen mit Hygienekonzepten dürfen maximal 250 Personen im Innenraum im Land Bremen teilnehmen oder unter freiem Himmel bis zu 500 Personen. In Niedersachsen dürfen allgemein bis zu 500 Personen an Veranstaltungen teilnehmen. Bei überregionalen Sportveranstaltungen im Freien, wie zum Beispiel Werder-Spielen sind bis zu 10.000 Zuschauer bei einer Auslastung von maximal 50 Prozent der Stadionkapazität erlaubt. Hallen dürfen zu maximal 30 Prozent ausgelastet sein – bei bis zu 4.000 Zuschauerinnen und Zuschauern.

Neue Corona-Regeln könnten schon bald eingeführt werden

Wie lange die bisherigen Regeln in Niedersachsen und Bremen Bestand haben werden, ist schwer vorherzusagen. Möglicherweise einigt sich die Politik beim Bund-Länder-Treffen am Mittwoch schon auf neue Corona-Regeln oder Lockerungen. Die Bremer Gesundheitssenatorin, Claudia Bernhard (Linke) hat zudem in der vergangenen Woche gesagt, dass der Senat das Warnstufen-System und die damit verbundenen Regeln deutlich vereinfachen muss. In Niedersachsen gelten die Maßnahmen der sogenannten Winterruhe und Warnstufe 3 laut Beschluss noch bis zum 23. Februar.

Die Warnstufen im Land Bremen sind – laut der Corona-Verordnung – in erster Linie von der Hospitalisierungsinzidenz in der jeweiligen Stadtgemeinde abhängig. Sollte eine Stadtgemeinde die Hospitalisierungs-Zahl zur nächsten Warnstufe fünf Tage in Folge über- oder unterschreiten, entscheidet der Bremer Senat und der Bremerhavener Magistrat für die jeweilige Stadt, ob sie in die nächste Warnstufe wechselt. Das gilt allerdings nicht automatisch: Weitere Indikatoren sind zum Beispiel die Zahlen der Neuinfektionen und die verfügbaren Intensivbetten, anhand derer die Politik die Warnstufe bestimmt. Würde nur die Hospitalisierungsinzidenz der Personen als Basis gelten, die "wegen Corona" ins Krankenhaus kommen, wären Bremen und Bremerhaven in Warnstufe 1.

Bild: DPA | Sina Schuldt

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 14. Februar 2022, 6 Uhr