Corona-Mutation in zwei Betrieben der Deutschen See in Bremerhaven

  • Das haben Laboruntersuchungen ergeben
  • Um welche Mutation es sich genau handelt, ist noch unklar
  • 7-Tage-Inzidenz hat in Bremerhaven einen Höchstwert erreicht
Ein Forscher zeigt im Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg, wie ein PCR-Test für die Analyse auf Mutationen des Coronavirus vorbereitet wird.
In einem Labor wurden die Proben aus Bremerhaven untersucht. (Symbolbild) Bild: DPA | Sebastian Gollnow

Die Corona-Ausbrüche bei der Deutschen See in Bremerhaven gehen auf eine Virusmutation zurück. Das haben Laboruntersuchungen ergeben, teilte ein Sprecher der Stadt mit. Ob es sich um die britische, die südafrikanische oder die brasilianische Variante handelt, ist noch unklar. In dem einen Betrieb wurde die Corona-Mutante zwei Mal nachgewiesen, im zweiten 14 Mal. Insgesamt sind aber rund 100 Beschäftigte in beiden Betrieben infiziert. Die Hygiene- und Quarantänemaßnahmen wurden schon vor ein paar Tagen verschärft. Alle Beschäftigten werden vor jeder Schicht mit Schnelltests untersucht. Außerdem sind sie im engen Austausch mit dem Bremerhavener Krisenstab und dem Gesundheitsamt. 

7-Tage-Inzidenz erreicht Höchstwert

Aktuell hat Bremerhaven eine 7-Tage-Inzidenz von 136,7. Verglichen mit der vergangenen Woche ist das fast eine Verdoppelung. Bis zu einer Inzidenz von 150 habe Bremerhaven die Lage noch im Griff, sagte Oberbürgermeister Melf Grantz (SPD) am Donnerstag auf einer Pressekonferenz. Bis dahin könne das Gesundheitsamt nämlich noch lückenlos die Kontakte von Infizierten nachverfolgen. Der Leiter des Krisenstabs, Ronny Möckel, sagte, durch die starke Mithilfe der Unternehmen sei alles noch unter Kontrolle. Er hoffe, dass es nicht in anderen Betrieben noch zu Ausbrüchen komme. Auch in einem Bremerhavener Seniorenheim haben sich in den vergangenen Tagen mindestens 50 Bewohner und einige Pfleger mit dem Coronavirus angesteckt. 

Corona-Lage in Bremerhaven verschärft sich immer mehr

Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 5. Februar 2020, 21 Uhr