Bremen will erste Bund-Länder-Beschlüsse zum Wochenende umsetzen

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Bund und Länder wollen die Corona-Maßnahmen in drei Stufen weitgehend abschaffen. Schon zum Wochenende könnten in Bremen Kontaktbeschränkungen für Geimpfte wegfallen.

Bund und Länder wollen die Corona-Maßnahmen bis zum Frühlingsbeginn am 20. März weitgehend abschaffen. Die Regierungschefinnen und -chefs haben sich am Mittwoch hierzu auf einen Drei-Stufen-Plan zur Aufhebung der Regeln geeinigt.

"Die Grundlage für Öffnungsschritte ist da", sagte Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) nach dem Bund-Länder-Gipfel bei einer Pressekonferenz im Bremer Rathaus mit Blick auf sinkende Infektionszahlen. Allerdings werde die Politik sofort gegensteuern, sollte sich die Lage verschärfen und doch eine Überlastung des Gesundheitssystems drohen.

1 Öffnungsschritt eins

Im ersten Öffnungsschritt sollen die Kontaktbeschränkungen bei privaten Treffen für Geimpfte und Genesene komplett wegfallen. Für Ungeimpfte bleiben sie dagegen bestehen. Für sie gilt: Ein Haushalt darf sich mit maximal zwei weiteren Personen treffen.

Außerdem soll die 2G-Beschränkung im Einzelhandel aufgehoben werden – diesen Schritt ist Bremen bereits gegangen. Eine FFP2-Maskenpflicht gilt weiterhin. Diese Maßnahmen sollen bereits am Donnerstag in einen Senatsbeschluss gefasst und am Freitag durch den Verfassungs- und Geschäftsordnungsausschuss der Bremischen Bürgerschaft umgesetzt werden, so der Plan. Die neuen Regeln könnten dann bereits am Wochenende in Bremen gelten, sagte Bovenschulte.

2 Öffnungsschritt zwei

Ab 4. März sollen im zweiten Öffnungsschritt die Zugangsregelungen für Gastronomie, Hotellerie und Kultur auf 3G gesenkt werden. Auch Übernachtungsangebote sollen dann von Geimpften, Genesenen und tagesaktuelle getesteten Personen wahrgenommen werden dürfen. Diskos, Clubs und so genannte "Tanzlustbarkeiten" sollen ab dem 4. März mit der 2G-Plus-Regelung öffnen dürfen.

Zugleich sollen neue Regelungen für Großveranstaltungen in Kraft treten. Unter 2G-Plus-Regelungen sollen Veranstaltungen in Innenräumen mit 60 Prozent Kapazität und maximal 6.000 Zuschauern erlaubt sein. Draußen ist eine Auslastung von 75 Prozent und maximal 25.000 Zuschauern vorgesehen.

3 Öffnungsschritt drei

Im dritten Öffnungsschritt ab 20. März sollen "alle weitreichenden Schutzmaßnahmen entfallen", so Bovenschulte, immer unter dem Vorbehalt, dass die Situation im Gesundheitswesen es zulässt. Niedrigschwellige Basisschutzmaßnahmen wie die AHA-Regel (Abstand, Handhygiene, Atemschutz) sollen aber vorerst bestehen bleiben. Bovenschulte geht davon aus, dass die Maskenpflicht als eine der letzten Schutzmaßnahmen überhaupt aufgehoben werden wird.

Die Länderchefinnen und -chefs werden sich voraussichtlich am 17. März erneut treffen. "Wenn nötig auch vorher", so Bovenschulte bei der Pressekonferenz.

Bovenschulte: "Das Lockerungsmodell bietet eine klare Perspektive"

Bild: Radio Bremen

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Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 16. Februar 2022, 19:30 Uhr