Diese neuen Corona-Beschränkungen kommen auf die Bremer zu

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Auch für Geimpfte und Genesene sollen am 28. Dezember Kontaktbeschränkungen in Kraft treten. Großveranstaltungen müssen ohne Zuschauer stattfinden.

"Experten gehen davon aus, dass Omikron im Januar die dominierende Variante ist", sagte Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) bei der Pressekonferenz im Anschluss an das Bund-Länder-Treffen. Das bedeute eine mögliche Gefährdung der kritischen Infrastruktur – also wichtiger Behörden und Unternehmen. Es gebe nun zwei wichtige Erkenntnisse: einerseits impfen und boostern. Dafür müssten Impfstoff und Infrastruktur zur Verfügung stehen.

Omikron-Variante macht Einschränkungen erforderlich

Außerdem seien angesichts der Ausbreitung der Omikron-Variante Kontaktbeschränkungen auch für Geimpfte und Genesene nötig. Denn die Zahl der Impfdurchbrüche würde steigen und der Impfschutz nachlassen. Bis Januar sollen deutschlandweit weitere 30 Millionen Impfdosen zur Verfügung gestellt werden. Außerdem müssten Impfangebote für Kinder gemacht werden – Bremen tue dies bereits mit der Kinder-Impfstelle. Ziel sei grundsätzlich, kritische Infrastruktur wie Strom, Wasser, Nahverkehr oder Polizei aufrecht zu erhalten.

Im Gastro- und Kulturbereich gelte weiterhin die 2G-Regel, bei Treffen mit Ungeimpften die Regeln "ein Haushalt plus zwei weitere Personen", so Bovenschulte. Spätestens ab dem 28. Dezember sind Zusammenkünfte nur noch mit maximal zehn Personen möglich, das gilt auch für Geimpfte und Genesene. Kinder bis zur Vollendung des 14. Lebensjahrs sind davon ausgenommen. Clubs und Discotheken können geschlossen werden. Bremen werde sich an Niedersachsen orientieren – dort gilt ein Tanzverbot. Allerdings muss dies laut Bovenschulte noch im Senat beraten werden.

Fußballspiele wieder ohne Zuschauer

Überregionale Großveranstaltungen müssen ohne Publikum durchgeführt werden. Damit sind in Bremen bisher Veranstaltungen mit über 1.000 Menschen gemeint. Betroffen wären Fußball-Spiele, aber auch kulturelle Veranstaltungen. Über eine Verlängerung der Schulferien sei bei den Ministerpräsidenten nicht intensiv gesprochen worden. Bremens Haltung dazu sei ohnehin, am Präsenzunterricht festzuhalten.

Impfquote soll weiter steigen

"Wir haben alle gedacht, wenn wir uns am Riemen reißen, können wir uns aus der Krise rausimpfen", so Bovenschulte. Dies sei nicht geglückt. Die Impfquote müsse noch höher werden. Außerdem müssten sich die Bürger vermutlich daran gewöhnen, dass immer wieder Auffrischungsimpfungen nötig wären. Der Bürgermeister verwies zudem auf noch freie Impftermine im Impfzentrum. "Es gibt keinen vernünftigen Grund, zu warten".

Die neuen Regelungen gelten bis in den Januar hinein. Am 7. Januar werden sich die Ministerpräsidenten der Länder erneut beraten.

Die Bremer Pressekonferenz zum Corona-Gipfel

Bild: Radio Bremen

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Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 21. Dezember 2021, 19:30 Uhr