Corona-Impfungen in Bremer Apotheken wohl ab Ende Januar möglich

Apotheker  hält nah an dem Arm einer Kundin eine Spritze mit Impfstoff (Archivbild)

Corona-Impfungen in Bremer Apotheken wohl ab Ende Januar möglich

Bild: DPA | David Inderlied
  • Auch in Bremer Apotheken sollen Corona-Impfungen angeboten werden
  • Schulungen sind bereits angelaufen
  • Bremer Apothekerkammer rechnet mit rund 150 Teilnehmenden

Um möglichst viele Menschen gegen das Coronavirus zu impfen, weitet Bremen sein Impfangebot jetzt auch auf Apotheken aus. Mit Inkrafttreten der neuen Impfverordnung steht dem Pieks in der Stadtteil-Apotheke zumindest aus rechtlicher Sicht nichts mehr im Wege. Um Bremerinnen und Bremen impfen und den entsprechenden Impfstoff bestellen zu können, müssen laut Bremer Apothekerkammer zahlreiche Voraussetzungen erfüllt werden. "Neben praktischen und theoretischen Schulungen muss beispielsweise ein geeigneter Raum in der Apotheke vorhanden sein, die Betriebshaftpflichtversicherung muss angepasst werden und eine Anbindung an das elektronische Meldesystem des Robert Koch-Instituts (RKI) gewährleistet sein", sagt Geschäftsführerin Isabel Justus.

Am vergangenen Wochenende habe in Bremen bereits die erste praktische Schulung stattgefunden, an der 150 Apothekerinnen und Apotheker teilgenommen haben, so Justus. Der Theorieteil erfolge im Anschluss, auch mit Hilfe von Schulungsvideos der Bundesapothekerkammer. Die Beschaffung von Impfstoff ist für Apotheken klar geregelt. Dabei gilt: Impfstoff-Bestellungen können erst dann aufgegeben werden, wenn die Apotheke über eine entsprechende Bescheinigung der Apothekerkammer verfügt und sie alle Voraussetzungen erfüllt.

Neben den Apothekern haben sich außerdem rund 50 Zahnärztinnen und Zahnärzte für das Onlineseminar angemeldet. Es wird wohl darauf hinauslaufen, dass die Zahnärzte nicht in ihren Praxen impfen, sondern im Impfzentrum aushelfen.

Bislang 150 Anmeldungen für Schulungen

Nach der ersten Praxisschulung bietet die Bremer Apothekerkammer eine zweite Schulung Ende des Monats an, zu der sich bisher 50 Teilnehmende angemeldet haben. "Wie viele Apotheken es am Ende sein werden, können wir aktuell noch nicht sagen", so Justus. Nicht jede Apotheke lasse nur eine Person ausbilden, manche schickten auch vier oder fünf Kolleginnen und Kollegen zu den Schulungen. Die Kammer rechnet derzeit für Ende Januar mit einem Impfstart in Bremer Apotheken. Geimpft werden dürfen dort dann Menschen ab 12 Jahren.

Auch in Niedersachsens Apotheken soll spätestens in zwei Wochen geimpft werden

In Niedersachsen dürfen nach Angaben von Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD) mehr als 500 Apothekerinnen und Apotheker Corona-Schutzimpfungen verabreichen. Die Apotheker würden derzeit etwa bei mobilen Impfteams helfen, in Apotheken werde aber noch nicht geimpft. Die Apotheken rechnen damit, spätestens in zwei Wochen mit Corona-Schutzimpfungen beginnen zu können. Da die entsprechende Verordnung erst seit Dienstag gilt, könnten die Apotheken jetzt erst den Impfstoff bestellen.

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Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Nachrichten, 12. Januar 2022, 12 Uhr