Stadt vermutet BLG-Betriebsversammlung als Grund für Corona-Ausbruch

BLG-Gebäude in Bremen

Bremerhaven wirft BLG Nichteinhaltung von Hygieneregeln vor

Bild: DPA | Ingo Wagner
  • Corona-Ausbruch beim Logistikunternehmen BLG in Bremerhaven
  • Stadt vermutet Ursprung des Ausbruchs bei Betriebsversammlungen
  • BLG widerspricht: Hygieneregeln wurden eingehalten

Nach einem Corona-Ausbruch mit 19 positiv getesteten Mitarbeitern und anschließenden Massentests beim Logistikunternehmen BLG im Bremerhavener Hafen vermutet die Stadt den Ursprung des Ausbruchs bei Betriebsversammlungen der BLG. Der Vorwurf der Stadt: Hygieneregeln seien nicht richtig eingehalten worden. Die BLG widerspricht dem.

Dem Gesundheitsamt sei bekannt, dass die Betriebsversammlungen mit rund 800 Personen in Räumen für 200 Personen abgehalten worden seien, so ein Sprecher des Bremerhavener Magistrats zu buten un binnen. Außerdem seien Abstände nicht eingehalten worden und die Belegschaft hätte keine Masken getragen.

Zu kleine Räume? BLG äußert sich nicht

Eine Sprecherin der BLG widerspricht dem: Es hätten während den von der Stadt untersuchten Betriebsversammlungen die entsprechenden Abstands- und Hygienemaßnahmen gegolten – wie Abstand zwischen den Stühlen, Tragen von Masken, Lüften über mehrere Rolltore und Händedesinfektion. Zum Vorwurf der zu kleinen Räume äußerte sich die Sprecherin nicht. Man wolle aber mit den Behörden eng zusammenarbeiten, so BLG-Pressesprecherin Viola Armbrecht.

Deswegen hat die BLG am Dienstag Massentests in der Belegschaft durchgeführt. Nach eigenen Aussagen haben sich rund 1.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter testen lassen. Dabei sei kein neuer Coronafall aufgetaucht. Die Test-Aktion am Dienstag werde dort als Erfolg gewertet, so das Unternehmen.

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 17. November, 18 Uhr