Bremer Kliniken bereiten mehr Betten für Corona-Patienten vor

Bild: Radio Bremen
  • Neue Corona-Station am Klinikum Links der Weser wird vorbereitet
  • Geno-Kliniken sind dann für bis zu 65 Corona-Patienten gerüstet
  • Sorge vor Ausfall von Beschäftigten durch Quarantäne

Die Stadt Bremen reagiert auf die Omikron-Variante und steigende Infiziertenzahlen. Der städtische Klinikverbund Gesundheit Nord (Geno) richtet am Klinikum Links der Weser eine zusätzliche Corona-Station mit zehn Betten ein. Diese soll im Bedarfsfall eröffnet werden. Dann könnten in Geno-Kliniken künftig 65 Patienten stationär behandelt werden. Im Moment sind beim Klinikverbund 47 Patienten stationär in Behandlung, wenn die Zahl von 55 Patienten erreicht ist, geht die neue Station in Betrieb. In der gesamten Stadt werden 91 Corona-Patienten stationär versorgt, 22 auf Intensivstationen.

Bisher gibt es Corona-Stationen nur an den Geno-Kliniken Mitte und Ost sowie Bremen-Nord. Im Klinikum Ost sei die Lage gerade angespannt, sagte Geno-Sprecher Rolf Schlüter zu buten un binnen. Daher würde gerade der Standort Mitte stärker belegt. Links der Weser gab es bisher keine Betten für Corona-Patienten. Hier hat man sich in den vergangenen Monaten darauf konzentriert, die Frühgeborenen-Station und das Herzzentrum ohne größere Einschränkungen zu betreiben. Falls die Corona-Station hier in Betrieb genommen werden muss, müssten beispielsweise geplante Herz-Operationen verschoben und nur akute Fälle behandelt werden.

Betrieb in den Krankenhäusern läuft noch wie geplant

Über die Feiertage habe es bei der Geno viele Krisensitzungen gegeben. Schlüter sprach mit Blick auf die Entwicklung der Corona-Patienten in den Kliniken von einem stabilen Niveau, dass in Sorge versetze – aber noch nicht zu einer Sonderlage führe. Das Krankenhausgeschehen finde wie geplant statt. "Wir beobachten die Entwicklung weltweit, sind vernetzt", so Schlüter. "Im Moment können wir die Situation beherrschen. Wir haben die große Hoffnung, dass wir in Bremen speziell relativ stabil durch die Krise kommen."

Sorge vor Ausfall von Beschäftigten durch Quarantäne

Sorge macht die Geno sich über den möglichen Ausfall von Beschäftigten im Krankenhausbereich. Beschäftigte wären nicht besonders häufig an Corona erkrankt – allerdings gebe es Ausfälle aufgrund längerer Quarantänezeiten, beispielweise, wenn Angehörige sich infizierten. In Dänemark gebe es beispielsweise einen Krankenstand von 25 Prozent in allen Berufsgruppen. Das würde bedeuten, dass Bremen in eine Krisenlage rutsche und nur noch akute Fälle behandelt werden könnten. "Wir versuchen, die Ressourcen gerade so geschickt wie möglich zu steuern", so Schlüter.

Bremer Kliniken bereiten mehr Betten für Corona-Patienten vor

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Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 3. Januar 2022, 19:30 Uhr