Bremens Bürgermeister lobt 3G-Regel: "Bremer Haltung bestätigt"

Auf einem Schild steht: "Liebe Mitarbeiter, bitte 3G-Nachweis bereithalten"
Bild: DPA | Michael Bihlmayer

Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) begrüßt die Pläne der Ampel-Parteien, bundesweit verpflichtend 3G-Regeln am Arbeitsplatz einzuführen. In Bremen wurde diese "echte Testpflicht" bereits im Mai beschlossen, sagte Bovenschulte zu buten un binnen. "Durch die aktuelle Initiative des Bundes fühlen wir uns in unserer Haltung bestätigt."

In Bremen haben wir uns bereits im Mai gemeinsamen mit den Arbeitgeberverbänden und Gewerkschaften auf 3G am Arbeitsplatz verständigt und diese echte Testpflicht als erstes Bundesland beschlossen – um die Beschäftigten zu schützen und die Pandemie zu bekämpfen. Im Bundesrat ist unsere Bundesrats-Initiative für eine bundesweite Testpflicht damals leider gescheitert.

Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD)

Angesichts der rapide steigenden Corona-Zahlen haben sich SPD, Grüne und FDP am Dienstag darauf geeinigt, eine 3G-Regel bundesweit an Arbeitsplätzen einzuführen zu wollen. Zudem sollen Corona-Tests in Einrichtungen mit besonders gefährdeten Personen zur Pflicht werden. Die kostenlosen Bürgertests sollen wieder eingeführt werden und die Krankenhäuser Zuschüsse für die Behandlung von Covid-Patienten erhalten.

Bundesweit einheitliche Regeln gefordert

NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) geht noch weiter: Er pocht auf bundesweit einheitliche Regeln für den Umgang mit 2G-Vorschriften, die einen Zugang nur für Geimpfte und Genesene und nicht auch für Getestete vorsehen.

Das Infektionsgeschehen in den Hochinzidenz-Gebieten bekämpft man nicht nur mit bundesweiten Einschränkungen. Dafür brauchen wir dringend eine Hotspot-Strategie.

Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD)

Auch Bovenschulte ist nach eigener Aussage für bundesweite Regelungen, die aber erst nach einheitlichen Maßstäben greifen. "Es wäre der Bevölkerung nicht zu vermitteln, wenn trotz großer Unterschiede bei der Krankenhaus-Belegung, beim Infektionsgeschehen und bei der Impfquote jetzt in ganz Deutschland die exakt gleichen Einschränkungen gelten würden", sagte er.

2G-Regelung "erst bei steigenden Zahlen"

Eine verbindliche Einführung von 2G wie in Sachsen ist in Bremen aktuell nicht in Sicht. "Unsere Corona-Verordnung sieht eine 2G-Regelung bereits vor, allerdings logischerweise erst bei steigenden Zahlen", sagte Bovenschulte.

In Warnstufe 2, die bei einer Hospitalisierungsinzidenz zwischen 6 und 12 greift, ist ein optionales 2G-Modell vorgesehen, mit dem Veranstalter und Gastronomen die Abstands- und, Kapazitätsbeschränkungen sowie die Maskenpflicht vermeiden können. Wie Stufe 3 aussehen könnte, ist offen gehalten worden – und damit auch eine verbindliche 2G-Pflicht.  

Sollen Corona-Tests wieder kostenlos werden?

Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 9. November 2021, 18 Uhr