Chip-Mangel: 3.000 Bremer bekommen keine neuen Krankenkassenkarten

Vier Krankenkassenkarten der AOK liegen aufeinander gestapelt.

Chipmangel Aok

Bild: Imago | Eibner
  • AOK-Versicherte erhalten derzeit keine neuen Krankenkassenkarten
  • Chipmangel soll Ursache für das Problem sein
  • Problem auch bei der HKK bekannt

Die AOK Bremen-Bremerhaven hat 3.000 Versicherten keine neuen Krankenkassenkarten ausgestellt – Grund ist ein Mangel an Chips. Betroffene bekommen stattdessen eine Ersatzbescheinigung auf Papier.

Die Kassenärzte sehen sich dadurch zusätzlich belastet. Die niedergelassenen Ärzte und ihre Praxisteams müssten derzeit sowieso viel bewältigen, sagt der Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung Bremen, Christoph Fox. Beispiele seien etwa die Pandemie, der Wegfall der telefonischen Krankschreibung und die Regeln für Bürgertests, die Fox als inzwischen "verrückt" bezeichnet.

AOK: Ersatzbescheinigungen sind genauso gut

Die AOK hält dagegen: Die Ersatzbescheinigungen seien genauso gut wie die Chipkarten. Probleme gebe es höchstens, wenn ein Patient oder eine Patientin neu in eine Praxis komme – dann müssten die Daten manuell erfasst werden.

Zudem geht die AOK davon aus, dass sie Anfang August neue Chipkarten bekommt. Auch die Handelskrankenkasse HKK kennt das Problem. Sie erhalte keine verbindlichen Liefertermine für Kartenrohlinge mehr. Mit dem aktuellen Lagerbestand könne man die Versicherten wahrscheinlich aber trotzdem bis Ende September versorgen, erklärte die Kasse. Beide Krankenkassen rechnen damit, dass sich die Situation auf Dauer wieder entspannt.

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau 26. Juli 2022, 12 Uhr