Nach Bund-Länder-Gipfel: Das sind die 7 neuen Corona-Regeln

Bild: DPA | Daniel Bockwoldt
  • Bund und Länder verabschieden weitreichende Beschlüsse und schärfere Vorgaben
  • Erhebliche Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte beschlossen
  • 2G-Regel wird ausgeweitet

Die Spitzen von Bund und Ländern haben am Donnerstag über die künftigen Corona-Maßnahmen beraten. Als Reaktion auf die hohen Corona-Infektionszahlen sind weitreichende Beschlüsse verabschiedet worden. Die meisten Neuregelungen müssen jedoch noch von den Ländern per Verordnung umgesetzt werden, andere durch Gesetzesänderungen. Daher blieb zunächst offen, wann was konkret in Kraft tritt.

1 In Geschäften und bei Freizeitveranstaltungen gilt die 2G-Regel

In Geschäften und Restaurants sowie bei Kultur- und Freizeitveranstaltungen bekommen künftig nur noch Geimpfte und Genesene Zugang. Die in einigen Ländern schon geltende 2G-Regel soll bundesweit ausgeweitet werden und unabhängig von der jeweiligen Inzidenz gelten. Ausnahmen etwa für Kinder sind möglich. Zusätzlich können auch noch Tests vorgeschrieben werden. Ausgenommen von der Regelung sind Geschäfte des täglichen Bedarfs, wie zum Beispiel Lebensmittelgeschäfte und Drogerien.

2 Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte

Auf Ungeimpfte kommen in ganz Deutschland strenge Kontaktbeschränkungen zu. Treffen, an denen auch nur ein Ungeimpfter oder Nicht-Genesener beteiligt ist, werden beschränkt auf den eigenen Haushalt und maximal zwei Personen eines anderen. Kinder sind ausgenommen. Unbeschränkt bleiben nur Treffen, an denen ausschließlich Geimpfte und Genesene teilnehmen.

3 Maskenpflicht für Schulen soll generell gelten

Zur Eindämmung der Corona-Pandemie soll in den Schulen generell eine Maskenpflicht für alle Klassenstufen gelten. Wo sie noch nicht wieder eingeführt wurde, muss das jetzt passieren. Ob Masken auch am Platz getragen werden müssen, bleibt offen. Im Beschluss heißt es nur: "In den Schulen gilt eine Maskenpflicht für alle Klassenstufen."

4 Diskotheken werden bei hohen Inzidenzen geschlossen

Spätestens bei einer Inzidenz über 350 müssen Diskotheken und Clubs schließen. Mehr als die Hälfte der Stadt- und Landkreise in Deutschland liegt momentan über der Schwelle. Eingeschränkt werden auch Privatpartys: Bei Inzidenzen über 350 dürfen maximal noch 50 Menschen drinnen zusammenkommen, auch wenn sie geimpft oder genesen sind, draußen maximal 200.

5 Starke Zuschauer-Einschränkung bei Großveranstaltungen

Zur Eindämmung der Corona-Pandemie wird die Teilnehmerzahl für überregionale Sport-, Kultur- und vergleichbare Großveranstaltungen deutlich eingeschränkt. Künftig dürfen maximal 30 bis 50 Prozent der Platzkapazität genutzt werden. In Innenräumen dürfen es aber höchstens 5.000 Besucher und im Freien höchstens 15.000 sein.

6 Apotheker und Zahnärzte dürfen künftig impfen

Um die Impfkampagne in Deutschland zu beschleunigen, sollen künftig auch Apotheker und Zahnärzte gegen das Coronavirus impfen dürfen. Der Bund werde den Kreis der dazu berechtigten Personen deutlich ausweiten.

7 Kein Verkauf von Feuerwerk an Silvester

Der Verkauf von Böllern und Feuerwerk zu Silvester wird in diesem Jahr erneut verboten. An publikumsträchtigen Plätzen soll es ein Feuerwerksverbot geben. Für welche Plätze das gilt, wird von den Kommunen festgelegt. Außerdem gilt – wie schon im letzten Jahr – ein bundesweites An-und Versammlungsverbot an Silvester und Neujahr.


In Sachen Impfpflicht gab es noch keine konkrete Entscheidung. Angekündigt wurde noch einmal eine einrichtungsbezogene Impfpflicht, etwa für Beschäftigte in Pflegeeinrichtungen und Kliniken. Daran werde gearbeitet. Bund und Länder gehen außerdem davon aus, dass ab Februar eine allgemeine Impfpflicht kommen könnte. Begrüßt werde, dass der Bundestag "zeitnah" über das Thema entscheiden will.

Pressekonferenz zu neuen Corona-Regeln

Bild: Radio Bremen

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Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 2. Dezember 2021, 19:30 Uhr