Bremer Abgeordneten-Debatte: "Klimaschutz muss sexy werden"

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  • Bremer Politiker übergreifend einig: Klimaschutz kostet Milliarden Euro.
  • Ex-Bürgermeister Sieling fordert, Schutzmaßnahmen attraktiver zu machen.
  • Opposition wirft Landesregierung vor, Klimaschutz verschlafen zu haben.

Die Bremer Politik hat am Vormittag über den Klimaschutz debattiert. Es ging vor allem darum, sofort mit den von den Experten empfohlenen Maßnahmen anzufangen. Fachpolitiker aus allen Fraktionen hatten zuvor in einer eigens eingerichteten Arbeitsgruppe, der Enquetekommission, das Klimakonzept gemeinsam mit Gutachtern erarbeitet.

Ein Punkt ist allen in der Bürgerschaft klar: weniger Autos in der Stadt fahren zu lassen, die Kraftwerke und die Häfen klimaneutral zu machen und die Menschen überzeugen, ihre Häuser zu dämmen sowie die Ölheizung abzuschaffen, kostet bis zu sieben Milliarden Euro.

Sieling: Umdenken auch in der Politik erforderlich

Ex-Bürgermeister Carsten Sieling von der SPD betonte, dass vor allem ein Umdenken in der Politik erforderlich sei. Denn alle Menschen müssten überzeugt werden, dass Klimaschutz – so wörtlich: "sexy werden muss". Die Opposition wirft dagegen der rot-grün-roten Regierungsfraktion vor, die Umsetzung zu verschlafen. Der CDU-Klimapolitiker Martin Michalik rechnete vor allem mit dem alten und neuen Senat ab: Bei Solaranlagen und Gebäudesanierungen hätte der Senat in den letzten Jahren so gut wie nichts umgesetzt. Alles sei ins Stocken geraten, so Michalik.

Die Debatte war die erste zum Klimaschutzbericht. Beschlüsse wurden noch nicht gefasst.

CDU kritisiert Senat beim Klimaschutz: "Alles ist ins Stocken geraten"

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Bremer Abgeordneten-Debatte: "Klimaschutz muss sexy werden"

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau am Mittag, 23. Februar 2022, 12 Uhr