Trotz OTB-Aus will Senat an Windkraft in Bremerhaven festhalten

Trotz OTB-Aus will Senat an Windkraft in Bremerhaven festhalten

Bild: DPA | Zoonar | Oliver Foerstner
  • Bremerhaven soll trotz OTB-Aus von Windkraft profitieren
  • Häfensenatorin Schilling hofft auf Energiewende
  • Streit um Verantwortung für Scheitern des OTB-Vorhabens

Obwohl das Bremer Oberverwaltungsgericht den Bau des Offshore-Terminals Bremerhaven gestoppt hat, soll Bremerhaven von der Windenergie auf hoher See profitieren. Das hat Bremens Häfensenatorin Claudia Schilling (SPD) am Mittwoch in einer aktuellen Stunde der Bremischen Bürgerschaft betont. So könnten unter anderem Firmen und Forschungseinrichtungen bei der Wartung und Entwicklung von Windkraftanlagen helfen.

Weitere Anknüpfungspunkte sieht Schilling generell bei der Energiewende: Auf einer rund 250 Hektar großen Fläche auf der Luneplate in Bremerhaven liefen zum Beispiel schon Projekte für grünen Wasserstoff. Das Bremer Oberverwaltungsgericht hatte vor etwa 1,5 Wochen das Projekt Offshore-Terminal für unwirksam erklärt – unter anderem weil die Pläne für den OTB nicht mehr zeitgemäß seien.

Angeregte Debatte zum OTB

In der aktuellen Stunde wurde vor allem darüber gestritten, wer die Verantwortung für das Scheitern des OTB-Vorhabens trägt: Heiko Strohmann (CDU) schob den schwarzen Peter dem Senat zu, dieser habe in Kauf genommen, das OTB-Projekt vor die Wand zu fahren. FDP-Fraktionsvorsitzender Hauke Hilz wiederum sieht die Umweltverbände in Verantwortung, die das Verfahren laut ihm verlangsamt hätten.

Bremerhaven muss an der Offshore-Industrie beteiligt werden und Bremerhaven muss von der Energiewende profitieren.

Claudia Schilling, Häfensenatorin

Die SPD kritisiert hingegen, dass das Urteil des Gerichts nicht in die heutige Zeit passe. Gerade jetzt, wo die Ampel plant die Offshore-Kapazitäten wieder hochzufahren, wird das Projekt endgültig gestoppt, so Jörg Zager. Eine schriftliche Begründung für das Urteil des Bremer Oberverwaltungsgericht liegt noch nicht vor.

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Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 17. November 2021, 19:30 Uhr