Ticketpreise für Bus und Bahn in Bremen sollen stabil bleiben

Ein Bremer Automat für Straßenbahntickets
Bild: Imago | STPP
  • Die BSAG erhöht ihre Ticketpreise nicht
  • Politik hält Preiserhöhung für unpassend
  • BSAG soll Geld von der Stadt bekommen

Zum zweiten Mal in Folge wird die Bremer Straßenbahn AG (BSAG) darauf verzichten, dass die Tickets für Busse und Bahnen zum Jahreswechsel – wie vorgesehen – teurer werden. Die Politik hält eine Fahrpreiserhöhung in Corona-Zeiten für unpassend und will das Unternehmen finanziell unterstützen, um Erhöhungen zu vermeiden. Am Vormittag müssen die Verkehrsexperten der Bürgerschaftsfraktionen in der zuständigen Deputation den Plänen zustimmen.

Fast vier Millionen Euro wollen die Abgeordneten freigeben. Damit die Stadt Bremen der BSAG das Geld ersetzen kann, das dem Verkehrsunternehmen entgeht, weil die Fahrpreise stabil bleiben. Die geplanten Erhöhungen werden ausgesetzt, damit nicht noch mehr Fahrgäste abgeschreckt werden. Wegen Corona haben in diesem Jahr in Bremen halb so viele Menschen Busse und Bahnen genutzt wie vor der Pandemie.

Nahverkehr in Bremen soll attraktiver werden

Daraus folgt ein weiteres Problem: Ende 2020 fehlten der BSAG 62 Millionen Euro. Auch weil sie nicht so viele Tickets verkauft hat wie geplant. Einen Großteil dieses Defizits hat die Stadt schon übernommen. Aber jetzt muss die Deputation nochmal dreieinhalb Millionen Euro nachschießen.

Weitere anderthalb Millionen Euro wollen die Parlamentarier dafür ausgeben, dass der Nahverkehr in Bremen im nächsten Jahr attraktiver wird. So sollen Busse und Bahnen zumindest auf den Hauptlinien ab dem Sommer häufiger fahren. Die Hoffnung ist, dass die BSAG dadurch Kundinnen und Kunden zurückgewinnt und wieder höhere Einnahmen hat.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 15. Dezember 2021, 6 Uhr