Auf diesen Linien in Bremen fahren ab sofort Elektrobusse

Die Bremer Straßenbahn (BSAG) macht den ersten Schritt zur klimaneutralen Verkehrswende und nimmt erstmals eine Serie Elektrobusse in Betrieb.

Bild: Radio Bremen

Fünf neue E-Busse befördern ab sofort Bremer Fahrgäste – noch in diesem Jahr werden 15 weitere dazu kommen. Zuvor wurde diese Technik rund zehn Jahre lang mit verschiedenen Modellen erprobt.

Angetrieben durch zwei Elektromotoren an den Hinterrädern sind sie fast lautlos unterwegs und stoßen keine Abgase aus. 252 Kilowatt Leistung bringen die Motoren, das sind umgerechnet etwa 340 PS. Mit den Batterien auf dem Dach kann ein Bus bis zu 320 Kilometer pro Aufladung fahren.

Einsatz nur auf begrenzten Routen

Damit die Busse nicht zwischendurch wieder aufgeladen werden müssen, werden sie zunächst auf etwas kürzeren Linien eingesetzt. Wer mit einem dieser neuen Busse fahren möchte, sollte auf den Linien 28, 29, 52, 61 und 62 Ausschau nach ihnen halten.

Ohne Elektromobilität ist die Verkehrswende mit dem Ziel eines klimafreundlichen ÖPNV nicht zu realisieren.

Verkehrssenatorin Maike Schaefer im Interview.
Mobilitätssenatorin Maike Schaefer (Grüne)

Bis auf die Antriebstechnik sind die Busse ihren Diesel-Kollegen des gleichen Herstellers sehr ähnlich. Ersatzteile sind untereinander austauschbar, selbst der Fahrerplatz unterscheidet sich kaum.

Für den Einsatz auf den elektrischen Bussen werden 375 Fahrerinnen und Fahrer geschult. Die Beschleunigung ist viel höher als bei einem Diesel-Bus und Passantinnen und Passanten könnten die Busse leicht überhören, weil sie so leise sind.

Für Flottenausbau werden Betriebshöfe modernisiert

Der Kauf der ersten Fahrzeuge und der dazugehörigen Lade-Infrastruktur wurde vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr und der Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau gefördert.

Die Umstellung der gesamten Busflotte wird bis in die 2030er-Jahre dauern.

Thorsten Harder, Technischer Vorstand der BSAG

In den kommenden Jahren sollen weitere E-Busse folgen und die 220 Diesel-Busse ersetzen. Dazu müssen die Betriebshöfe baulich und betrieblich angepasst werden. Das betrifft Ladesäulen, Stromversorgung, Brandschutz und Anpassung der Werkstätten. Für die ersten fünf Busse gibt es je eine eigene Ladesäule auf dem Betriebshof in der Neustadt und drei mobile Ladegeräte.

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Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 9.März 2022, 18:00 Uhr