Betriebsrat hofft auf mögliche Investoren für insolvente Lloyd-Werft

Welche Perspektiven hat die Lloyd-Werft in Bremerhaven?

Bild: Radio Bremen | Patrick Florenkowsky
  • Betriebsrat hofft auf kompletten Verkauf der Lloyd-Werft
  • Mutterkonzern Genting verhandelt offenbar mit Beratern arabischer Investoren
  • Bremerhavener Traditionswerft hatte Montag Insolvenz angemeldet

Der Betriebsrat der Lloyd-Werft in Bremerhaven ist optimistisch, dass es auf der Werft weitergeht. Man setze darauf, dass es dem Insolvenzverwalter gelingt, die Lloyd-Werft komplett an einen Investor zu verkaufen, hieß am Freitagnachmittag. Sie besteht aus einer Betriebs- und einer Besitzgesellschaft. Insolvenz wurde nur für die Betriebsgesellschaft angemeldet. Gelände und Anlagen der Lloyd-Werft sind also im Moment nicht Gegenstand des Verfahrens.

Das Bremerhavener Stahlbauunternehmen Rönner hatte bereits mehrfach Interesse angemeldet, konnte sich mit dem asiatischen Mutterkonzern Genting aber nicht auf einen Preis einigen. Auch von möglichen ausländischen Investoren war immer wieder die Rede. Unterdessen haben sich laut Betriebsrat Wirtschaftsberater arabischer Investoren mehrfach ein Bild auf der Werft gemacht. Genting steht offenbar mit ihnen in Verkaufsverhandlungen.

Die Bremerhavener Lloyd-Werft hatte am Montag Insolvenz angemeldet, ebenso die MV Werften in Mecklenburg-Vorpommern. Beide gehören zum asiatischen Genting-Konzern, der wegen der Corona-Krise in finanzielle Schieflage geraten. Betroffen ist in Bremerhaven eine Stammbelegschaft von 300 Beschäftigten.

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Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 14. Januar 2022, 19:30 Uhr