Fragen & Antworten

Bremerhaven will Lehren aus dem Angriff am Lloyd-Gymnasium ziehen

Eine Polizistin hält zwei Sichtschutz-Laken in die Höhe.

Darum geht es heute bei der Sicherheitskonferenz in Bremerhaven

Bild: DPA | Sina Schuldt
  • Nach den Schüssen am Lloyd-Gymnasium in Bremerhaven wird Bilanz gezogen
  • Mit dabei sind unter anderem Vertreter von Feuerwehr und Polizei
  • Während des Vorfalls kam es zu Fake-News und Desinformation

In Bremerhaven beraten heute Vormittag die Stadtverwaltung, Polizei und Feuerwehr darüber, was man tun kann, um Schulen besser gegen Angriffe zu schützen. Anlass für die Sicherheitskonferenz sind die Schüsse am Bremerhavener Lloyd-Gymnasium. In der vergangenen Woche war ein bewaffneter Mann in die Schule eingedrungen und hatte eine Mitarbeiterin lebensgefährlich verletzt. Wir erklären, was bei dem Treffen für Themen anstehen.

Wer hat die Sicherheitskonferenz in die Wege geleitet?
Den Anstoß für die Konferenz haben Schuldezernent Michael Frost (Grüne) und Baustadtrat Bernd Schomaker (FDP) gegeben. Mit dabei sind dann auch Vertreter der Feuerwehr, Polizei und vom Wirtschaftsbetrieb "Seestadt Immobilien", die dann gemeinsam erst einmal Bilanz ziehen.

Im Land Bremen existieren nämlich schon seit dem Jahr 2009 Notfallpläne, wie bei solchen Vorfällen verfahren wird, zudem gibt es sogenannte Gefahrenmeldeanlagen. Und jetzt wird geschaut, ob sich die Pläne bewährt haben und wie die Kommunikation zwischen den Beteiligten – Schule, Einsatzkräfte und Behörden – geklappt hat.
Welche Themen kommen dabei zur Sprache?
Vor allem geht es um die grundsätzliche Frage, ob Schulen weiter offene Einrichtungen bleiben können. Denn wenn das auch weiterhin der Fall sein soll, müsste man überlegen, ob bei Sicherheitsmaßnahmen nachgebessert werden muss. Etwa, ob man in Gebäuden nachrüsten oder technische Verbesserungen vornehmen muss oder ob und wenn ja, wo vielleicht mehr Personal nötig ist.

Ein großes Problem wurde vorab schon ausgemacht: Fake News und Desinformation, wie Schuldezernent Frost gegenüber buten un binnen mitteilte. So machten während der Schüsse unter anderem in sozialen Netzwerken die Gerüchte von mehreren toten Schülern die Runde, was aber eben nicht der Fall war. Somit könnte eines der Themen auch die generelle Kommunikation bei solchen Vorkommnissen sein.
Was für Beschlüsse könnten gefasst werden?
Im Vorfeld wurde bereits angekündigt, dass keine schnellen Beschlüsse zu erwarten sind. Vielmehr ist davon auszugehen, dass dafür weitere Treffen notwendig sind. Ein möglicher Beschluss könnte aber laut eines Magistratssprechers sein, dass zentral verschließbare Türen in den Schulen eingebaut werden. Über konkrete Maßnahmen müsse jedoch noch beraten werden.  

So geht es den Beteiligten in Bremerhaven einen Tag nach dem Angriff

Bild: Radio Bremen

Mehr zum Thema:

Autorin

  • Catharina Spethmann

Dieses Thema im Programm: Bremen Vier, Die Vier am Morgen, 7:40 Uhr